Oliver Geischberg stellt im Festspielhaus aus

Neue Fotoausstellung über die bayerische Königsfamilie

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Vierte Ausstellung, vierter Volltreffer: Oliver Geischberg lädt im Festspielhaus dazu ein, die Königsfamilie auf unbekannten Wegen und interessanten Exponaten zu begleiten.

Füssen – Mehr über die bayerische Königsfamilie erfahren Interessierte jetzt in Oliver Geischbergs Fotoschau „Die Königsfamilie – unbekannte Wege“. Die Ausstellung läuft zwei Monate lang und ist täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr bei freiem Eintritt in der Sissi Lounge im Festspielhaus zu sehen.

Alle Welt spricht von König Luwig II und seinen Schlössern. Manchmal – wie im Füssener Musical – geht es szenenweise auch um das Schicksal von dessen Bruder Otto. Was aber weiß man schon von Königin Marie, außer dass sie aus Preußen stammte? Eine materialreiche Ausstellung in Ludwigs Festspielhaus am Forggensee gibt jetzt Antworten auf Fragen wie zum Beispiel: Wo außerhalb des Schlosses Hohenschwangau trank die Königin Tee? Wohin ging sie gern Fische fangen? Wo ließ sich Marie mit ihrem könglichen Gemahl Max und den beiden Söhnen zu einem Picknick nieder? 

Im Applaus der Besucherschar, die zur Vernissage in die Sissi-Lounge des Musicaltheaters gekommen war, durfte sich Oliver Geischberg sonnen. Dem künstlerisch-kreativen Beschäftigten der Füssener Wertachtal Werkstätten ist die zwei Monate laufende Sonderschau „Die Königsfamilie – unbekannte Wege“ zu danken. Der Eintritt in die Lounge mit den übersichtlich präsentierten Text- und Schautafeln ist frei. 

Fachliche Begleiterin war Försterin Annerose Schneider. Zu Geischbergs Unterstützern, der zuvor bereits drei viel beachtete Ausstellungen im Walderlebniszentrum (WEZ) zu Naturthemen zusammengestellt hatte, zählt der Buchinger Georg Mahler, der sich in seiner Freizeit mit regionaler Forschung beschäftigt. In den offiziellen Ansprachen war nach der Begrüßung durch Dagmar Rothemund, Leiterin der Füssener Wertachtal-Werkstätten, auf Geischbergs zurückliegende Ausstellungen mit „tollen Fotos“ verwiesen worden. Eine solche tolle Leistung bescheinigte dem Ausstellungsmacher aufs Neue der erste Vorstand der Lebenshilfe Ostallgäu, Hans Raabe. 

Neue Wege gehen 

Lions-Präsidentin Michaela Grosse wiederum würdigte im Namen des Ausstellungs-Sponsors, der soziales Engagement in den Vordergrund stellt, besondere Leistungen von besonderen Menschen. Eingeschlossen in Grosses Lob war somit auch die Band „Werkton“, die sich aus Mitgliedern des Teams der Wertachtal-Werkstätten und Beschäftigten zusammensetzt. Deren musikalischer Begleitung spendeten auch die Gäste großen Beifall. 

Geischberg, der sich aus Quellen wie dem Archiv des früheren Füssener Forstamts und den Doku-Bänden der Lokalpresse bediente, ermutigt mit der rückblickenden Schau dazu, gemeinsam andere Wege zu gehen als ausgetretene Pfade zu benutzen. Sein Ansatz könne aktuell auf Füssen bezogen werden, wie in den Reden zu hören war. Es sei selbstverständlich, dem Projekt die Lounge für zwei Monate kostenlos zur Verfügung zu stellen, sagte anschließend Birgit Karle, Geschäftsführerin des Festspielhauses. Die Thematik, die Oliver Geischberg aufgreife, „passt sehr gut zu unserem Haus“, so Karle. Die Geschäftsführerin hob unter großem Beifall der geladenen Gäst hervor: „Wir sind ein Haus für alle!“ 

Für die Zukunft kämpfen 

Das Festspielhaus – nach dem Neustart mittlerweile im dritten Geschäftsjahr – lade mit „Die Königsfamilie – unbekannte Wege“ zum Besuch einer „grandiosen Ausstellung“ ein, fügte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hinzu. Diese „Offenheit des Festspielhauses“ sei ein positives Zeichen. Damit sollte das Haus in die Zukunft gehen können. „Wir werden dafür kämpfen!“, betonte Iacob. 

Seit 2013 präsentiert sich Oliver Geischberg inzwischen als Ausstellungmacher. Mit „Die Königsfamilie – unbekannte Wege“ gelingt ihm eine historisch belegte, anregende Foto-Schau, die den Besuchern auch zeigt, wie der Marienbrücken-Vorgängerbau aussah. Beim lohnenden Rundgang trifft der Besucher die Königsfamilie auch beim Ausflug in Trauchgau.

Chris Friedrich

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