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Organisatoren ziehen Bilanz vom »Limitless Skateevent« – Nachholbedarf bei Inklusion

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Von: Alexander Berndt

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Jufo“-Leiter Stefan Splitgerber (v. l.), Sebastian Kiesel und „Jufo“-Azubi Timo König
Freuen sich über die Spenden: „Jufo“-Leiter Stefan Splitgerber (v. l.), Sebastian Kiesel und „Jufo“-Azubi Timo König präsenieren Scooter, die man im Skate- und Bikepark leihen kann. © Berndt

Füssen – Ein „sehr positives Fazit“ vom „Limitless Skateevent“, das kürzlich im Skate- und Bikepark Füssen stattfand, hat jetzt Organisator Sebastian Kiesel gezogen. Auch Stefan Splitgerber, Leiter des Jugendtreffs (Jufo) Füssen, freute sich, dass die zweitägige Veranstaltung „sehr gut angenommen worden sei“. 

Das Event unter dem Motto „Inklusion in der Gesellschaft sichtbarer zu machen“ hatte nicht nur knapp tausend Besucher ins Weidach gelockt, sondern auch „einen guten Austausch von Menschen mit und ohne Handicap“ ermöglicht, erklärte Kiesel.

Der Sport- und Englischlehrer am Gymnasium Hohenschwangau hatte das „Limitless Skateevent“ zusammen mit seinem P-Seminar eigentlich schon für 2020 vorbereitet, doch die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass das Event erst heuer stattfinden konnte. Deshalb war Kiesel in diesem Jahr besonders froh über die tatkräftige Unterstützung des Füssener Jugendtreff, die mit 15 bis 20 Helfern rund um das aufwändige Spektakel im Einsatz waren.

In enger Abstimmung mit der Stadt und Füssen Tourismus und Marketing (FTM) habe man so ein attraktives Ereignis auf die Beine stellen können, freute sich Kiesel. Er führte weiter aus, dass das „ein guter Stresstest“ für mögliche ähnliche Events in der Zukunft gewesen sei.

Immerhin sei in puncto Barrierefreiheit und gelebter Inklusion noch eine ganze Menge zu tun, was auch das „Jufo“ betrifft. Doch gebe es bereits Konzepte für den weiteren barrierefreien Ausbau des Skate- und Bikeparks und dessen Spielplatz. Entsprechende Überlegungen stünden auf der Agenda der Stadt, bekräftigte Splitgerber.

Grenzen abbauen

Beim „Limitless Skateevent“ konnten sich auch Nichtbehinderte beispielsweise im Rollstuhlskaten ausprobieren und so besser nachvollziehen, was Deutschlands bekanntester Rollstuhlskater David Lebuser, der Allgäuer Handbiker Felix Brunner sowie deren Mitstreitern bei ihren außergewöhnlichen Darbietungen leisten, erklärte Kiesel. Damit habe man „ein Zeichen gesetzt, dass hier viel möglich ist.“

Große Unterstützung

Er freute er sich denn auch ganz besonders über die große finanzielle Unterstützung sowie viele Sachspenden, die verschiedene Seiten für das Event leisteten. Dessen Kosten bezifferte er mit rund 16.000 Euro. Von dieser großen Spendenbereitschaft profitierte auch das „Jufo“. Das erhielt zehn Scooter plus 20 Helme und 20 Schonersets, fünf Skateboards sowie zwei BMX-Räder und ein Dirtbike, die Interessierte im Skate- und Bikepark Füssen kostenlos ausleihen können.

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