Allgäu-Kaserne verabschiedet rund 200 Soldaten zum Einsatz nach Mali und Somalia

Soldatenglück und Gottes Segen

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Farblich bereits auf den Einsatz in Afrika vorbereitet: Rund 200 Füssener Gebirgsaufklärer verlegen demnächst nach Somalia und Mali. Mit einem feierlichen Appell am Alpsee werden sie verabschiedet.

Schwangau – Für rund 200 Soldaten des Gebirgsaufklärungsbataillons 230 aus der Füssener Allgäu-Kaserne dürfte die Zeit des Frierens in wenigen Tagen vorüber sein.

Die Soldaten erwarten im Zuge ihres neuen Auftrages in Mali und Somalia wesentlich höhere Temperaturen als am Freitag beim feierlichen Verabschiedungsappell auf dem Alpseeparkplatz in Hohenschwangau.

Appell zum Abschied

Dort wünschte ihnen nicht nur Bataillonskommandeur Oberstleutnant Marc Paare „einen erfolgreichen Einsatz, viel Soldatenglück und Gottes Segen.“ Bei Eiseskälte gaben hunderte Zuschauer, das Bundeswehr-Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen, das den Appell musikalisch begleitete, und mehrere Kompanien sowie verschiedene Fahnenabordnungen von Veteranenverbänden den Füssener Gebirgsaufklärern einen warmen, emotionalen Empfang am Ufer des Alpsees. 

Nachdem er Oberleutnant Schelling sowie den Oberstabsgefreiten Scheibner für beispielhafte Erfüllung des Dienstauftrages besonders ausgezeichnet hatte, unterstrich Bataillonskommandeur Paare auch die „gute Tradition“, sich „heute mit diesem Appell von den Menschen in der Region verabschieden“ zu wollen. 

Anschließend skizzierte er die drei internationalen Einsätze, zu denen sich seine Soldaten in Kürze nach Mali und Somalia aufmachen, wo sie sich „bewusst in den Dienst für das Vaterland und den damit verbundenen Herausforderungen“ stellten. Für den Auftrag, „unser Glück hier“ auch im Ausland zu verteidigen, wünschte den Einsatzsoldaten auch der Schwangauer Bürgermeister Stefan Rinke „viel Glück und Gottes Segen“. 

Zuvor hatte er ihnen unter anderem versichert, dass „unser Interesse an ihrem Dienst“ aufrichtig sei. Er erklärte jedoch auch, „dass die deutsche Gesellschaft die Besonderheiten des soldatischen Dienens und den Beitrag der Streitkräfte insgesamt für Deutschland“ anerkennen und würdigen müsse. Im Rahmen dessen sei es wichtig, „dass wir als Zivilgesellschaft den kontinuierlichen Austausch mit der Bundeswehr pflegen“, so der Schwangauer Bürgermeister. 

Schließlich betonte Rinke, dass die Soldaten „unseren Respekt, unsere Anerkennung, unsere Dankbarkeit und vor allem unsere volle Unterstützung“ verdienten. 

Leistung anerkennen

 Im Anschluss daran untermauerte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) mit den Worten „Sie gehören zu uns“ die große Wertschätzung für die Bundeswehr, deren Standort Füssen man seitens der Lechstadt „nie in Frage gestellt“ habe. Deswegen erkenne man die Leistung der Soldaten an und sei „stolz, sie hier zu beheimaten“. 

Leiste die Bundeswehr doch „einen beträchtlichen Beitrag zum Frieden im eigenen Land und in Europa“, der eine wesentliche Grundlage für den Wohlstand in Deutschland darstelle. Nachdem er den Soldaten dann „Horrido, Ade und Servus“ gesagt sowie ihnen allen eine „gute und gesunde Rückkehr“ von ihrer sechs Monate langen Mission gewünscht hatte, überreichte er Bataillonskommandeur Oberstleutnant Paare „als äußeres Symbol der engen Verbindung und in guter Tradition unser Stadtschild.“

lex

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