Ortsumfahrung liegt auf Eis

In den nächsten vier Jahren wird sich beim Thema Ortsumfahrung B310 um Füssen nichts bewegen. Das hat Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am Dienstag im Stadtrat erklärt. Denn die Bundesregierung habe laut Koalitionsvertrag nicht vor, den Bedarfsplan in der gerade erst begonnen Legislaturperiode fortzuschreiben. Genau das müsste sie jedoch tun und dabei die Ortsumfahrung in den vordringlichen Bedarf heben.

Die Maßnahme ist im derzeit gültigen Bedarfsplan in der nachrangigen Stufe „Planung enthalten“. Erst bei einer Fortschreibung des Plans, die frühestens in der nächsten Legislaturperiode stattfindet, kann das Projekt für dringlich erklärt werden. Die Bayerische Staatsregierung habe zugesagt, sich dafür einzusetzen, so Iacob. Die Fraktion der Freien Wähler hatte das Thema mit einem Antrag auf die Tagesordnung gebracht. Sie wollten einen Bericht zum Sachstand von den Verantwortlichen, unter anderem Josef Merk vom Staatlichen Bauamt in Kempten. Der sah dazu jedoch keinen Anlass, wie Bürgermeister Paul Iacob (SPD) informierte, denn derzeit gebe es nichts Neues. Auch die Stadt könne nicht mehr tun. Dritter Bürgermeister Andreas Ullrich (FW) riet, mögliche Trassenführungen nicht zu verbauen, „sonst könnte es sein, das die Sache für Füssen gestorben ist.“

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