Hochkarätige Gäste beim Neujahrsempfang der Liberalen in Füssen

Allgäuer FDP: "Ein ganz interessantes Jahr"

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Die Europaabgeordnete der Freien Demokraten, Nadja Hirsch, blickt auf Europa.

Füssen – Über einige politisch recht hochkarätige Gäste konnte sich Dr. Gunther Zahn, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands beim Neujahrsempfang der FDP Schwaben und der FDP Ostallgäu im Hotel Hirsch freuen.

Hier gab der Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae einen Ausblick auf das Jahr 2019, während die sich die Europaabgeordnete Nadja Hirsch unter anderem klar für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Europa aussprach. 

Während sich FDP-Politiker zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart versammelten, kamen auch die Freien Demokraten aus Schwaben und dem Ostallgäu in Füssen zusammen. Dr. Gunther Zahn konnte sich trotzdem über einige politisch recht hochkarätige Gäste freuen, als er die etwa 30 Besucher des Neujahrsempfangs begrüßte und dabei sagte: „Unser Treffen hat inzwischen eine lange Tradition.“ 

Gemeinsam Probleme lösen

Neben dem Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae, der mittlerweile wohl schon zu den Stammgästen der Zusammenkunft der Freien Demokraten gehört, machte zum Beispiel auch die Europaabgeordnete Nadja Hirsch ihre Aufwartung. Sie war an diesem Tag aus Stuttgart gekommen, um das Motto, „Chancen nutzen“, mit dem die FDP in den diesjährigen Europawahl-Kampf geht, auch im Ostallgäu zu verkünden. Hirschs Worten lauschten außer der Ostallgäuer Kreisvorsitzenden Susanne Holstein, die den Abend moderierte, auch der Landtagsabgeordnete Dr. Dominik Spitzer und die Bezirksrätin Daniela Busse. 

Nachdem sich beiden unter anderem unisono für ein stärkeres Engagement ihrer Partei in den Bereichen „Pflege und Soziales“ ausgesprochen hatten, wagte Thomae erstmal einen „Ausblick auf das Jahr 2019“, für das er einen sich „wahrscheinlich genauso verrückt“ entwickelnden Verlauf wie 2018 prognostizierte. So zählte er diverse globale, europäische und innenpolitische Probleme aus der Sicht der FDP auf. Dabei appellierte er, dass „Handelsabkommen und nicht Handelsstreit der richtige Weg“ seien, während man Probleme „nur gemeinsam“ löse. 

Die FPD sei laut Thomae auch mit der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer „für Gespräche offen“, wenn „unsere Positionen dabei berücksichtigt“ würden. Seiner Meinung nach werde 2019 sowohl international als auch national „ein ganz interessantes Jahr“. Thomae hält es deswegen auch für „wichtig, was in Brüssel geschieht“, wo Hirsch als FDP-Vorsitzende im Europaparlament fungiert. Sie richtete den Fokus in ihrer Rede dann auch stark auf den alten Kontinent und die Europäische Union, die sie „eine Werteunion“ nannte. 

In dieser seien in der Vergangenheit jedoch die Themen „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ etwas zu kurz gekommen, wogegen den Bereichen „Wirtschaft und Finanzen“ immer wieder sehr breite Aufmerksamkeit geschenkt worden sei. Hirsch erklärte deshalb, dass sich die FDP in Europa „klar für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie“ einsetzen werde und Ländern, die diese Werte verletzten, die Rote Karte gezeigt werden müsse. 

Unabhängigkeit demonstrieren 

Hirsch plädierte auch dafür, dass Europa den USA und anderen internationalen Mächten gegenüber größere Unabhängigkeit demonstriere, was sich insbesondere „außen- und sicherheitspolitisch“ stärker bemerkbar machen müsse. Ihrer Meinung nach wäre es „gut, wenn Europa eines Tages eine gemeinsame Verteidigungsarmee“ hätte. Dazu müsse man jetzt allerdings allmählich„aus den Kinderschuhen kommen“, betonte sie und versicherte noch einmal, sich 2019 „für Europa und dessen Freiheitlichkeit sowie Rechtsstaatlichkeit“ engagieren zu wollen.

lex

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