Doppelhaushälften im Ostallgäu waren 2019 um bis zu 25 Prozent teurer als 2018

2018 und 2019 im Vergleich: Immobilienpreise im Ostallgäu explodieren

Blick über die Dächer der Altstadt Füssens.
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Neben Buchloe und Marktoberdorf wurden 2019 vor allem in Füssen besonders viele Wohnungen verkauft.

Landkreis – Die Immobilienpreise im Landkreis Ostallgäu sind 2019 zum Teil um bis zu 25 Prozent gestiegen. Das geht aus dem zweiten Grundstücksmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss des Landkreises Ostallgäu laut Landratsamt kürzlich veröffentlichte. Der Bericht enthält detaillierte Informationen zum regionalen Grundstücksmarkt für die Jahre 2018 und 2019 sowie Analysen über dessen zeitliche Entwicklung seit 2011.

Mit dem Bericht will der Gutachterausschuss Transparenz auf dem Immobilienmarkt schaffen und ein wertvolles Werkzeug für Bürger, Immobiliensachverständige und Gemeinden sein, teilte das Landratsamt Ostallgäu dazu mit. Grundlage der umfangreichen Analysen stellten demnach alle beurkundeten Kaufverträge (etwa 3600 Stück) vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2019 dar.

Insgesamt ist die Anzahl der Kaufverträge in dem betreffenden Zeitraum mit je rund 1800 Kauffällen zu rund 2000 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Der Umsatz hingegen steigt dennoch nahezu fast stetig: zuletzt von 2018 auf 2019 um 9,3 Prozent auf 425 Millionen Euro.

Die umgesetzte Fläche schwankt von Jahr zu Jahr und sei stark von den Bewegungen im landwirtschaftlichen Teilmarkt beeinflusst, heißt es. Seit 2016 steigt laut Grundstücksmarktbericht das mittlere Preisniveau (Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, statistisch bereinigt) von neugebauten Eigenheimen von 2018 auf 2019 um 11,3 Prozent und gebrauchten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern von 2018 auf 2019 um 12,1 Prozent. Das Preisniveau für gebrauchte Doppelhaushälften und Reihenhäuser hingegen blieb bis 2018 relativ stabil, erst 2019 erfolgt ein sprunghafter Anstieg um 25 Prozent.

Anstieg um 17,3 Prozent

Teurer geworden sind auch Eigentumswohnungen. Bei gebrauchten typischen Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern ist den Gutachtern zufolge seit 2011 ein kontinuierlicher Anstieg der mittleren Wohnflächen-Quadratmeterpreise zu verzeichnen. Der Ausschuss ermittelte zuletzt von 2018 auf 2019 einen mittleren Anstieg um 17,3 Prozent. Der Preisanstieg bei neu gebauten Eigentumswohnungen beträgt 8,8 Prozent.

Insbesondere in den Städten Buchloe, Füssen und Marktoberdorf wurden 2019 besonders viele Wohnungen verkauft. Stark rückläufig ist die Anzahl der gehandelten Bauplätze (minus 49 Prozent von 2017 zu 2018), deren preisliche Entwicklung regional sehr unterschiedlich ist. Tendenziell ist eine steigende Preisentwicklung in Gebieten des oberen Preisniveaus zu verzeichnen (plus 9,4 Prozent). Die mittlere Preisebene weist stagnierende bis fallende Tendenz auf. Bauplätze in Gemeinden im unteren Preisbereich steigen nach einem Rückgang von 2017 zu 2018 um minus 11,6 Prozent um genau diesen Prozentsatz in 2019.

Den vollständigen Grundstücksmarktbericht gibt es im Internet als Download für 80 Euro unter www.boris-bayern.de oder in gedruckter Form in der Geschäftsstelle des Ausschusses im Landratsamt.

kb

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