Weihnachtsbesuch kommt zu früh an

Ruhiges Weihnachten: Polizei verzeichnet nur wenige Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz

Polizist kontrolliert den Fahrer eines Autos
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Für die Polizisten der Polizeiinspektion Füssen war es heuer ein ruhiges Weihnachten. Insgesamt gab es nur elf Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetzes. Die meisten hätten sich an die Ausgangssperre nach 21 Uhr gehalten.

Landkreis - „Es war ein relativ ruhiges Weihnachten“, zieht Alexander Hackl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Füssen, ein Fazit von den Feiertagen. „Die Bevölkerung hat sich an die Ausgangssperre zum sehr großen Teil gehalten.“ Insgesamt gab es nur elf Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetzes und der Ausgangssperre. So kam in Rieden der Weihnachtsbesuch zu früh an und ein Regensburger wollte seinen Weihnachtsurlaub in Füssen verbringen.

Am Mittwoch wurde die Polizeiinspektion Füssen darüber informiert, dass in einem Riedener Neubaugebiet mehrere auswärtige Fahrzeuge vor einem Wohnhaus mit Ferienwohnung parken würden. Bei einer Überprüfung konnten die Polizisten jedoch die Annahme revidieren, dass der Hauseigentümer widerrechtlich seine Ferienwohnung betreibt.

Er hatte schlichtweg seine Verwandtschaft über die Feiertage zu sich eingeladen. Die Gäste waren jedoch bereits einen Tag vor Heiligabend erschienen. Zu Besuch waren der Bruder sowie der Vater. Daher befanden sich am Mittwoch drei statt der gestatteten zwei Haushalte in der Wohnung. Alle anwesenden Personen erwartet nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, kurz nach Mitternacht, kontrollierten Polizisten einen 33-jährigen Rumänen in Füssen. Er war zu Fuß unterwegs, da er nachmittags mit dem Zug angekommen war und - welch Überraschung - kein Hotel offen hatte. Er gab an, im Raum Regensburg zu wohnen und nun auf Weihnachtsurlaub in Füssen zu sein.

Der junge Mann hatte nach Angaben der Beamten dadurch aber gleich mehrfach gegen die aktuellen Corona-Beschränkungen verstoßen. Er hatte zum einen ohne triftigen Grund seine Wohnung verlassen und verstieß auch noch gegen die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Er wird wegen der Verstöße angezeigt und wird mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Kein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung

Zur selben Zeit traf die Polizei in einem Stadel bei Trauchgau zwei junge Erwachsene an. Diese standen sichtlich unter dem Einfluss von Alkohol. Da es sich hier nur um einen sogenannten Partystadel handelte und keine Wohnung, erwartet beide eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Zudem liegen der Polizei Hinweise vor, dass auch hier mindestens eine weitere Person mit anwesend gewesen sein muss.

Am Samstag erhielt die Polizei nach eigenen Angaben schließlich einen Hinweis, dass in einer Wohnung ein Ehepaar beherbergt wird, das dort nicht gemeldet ist und sich angeblich zu touristischen Zwecken in Füssen aufhält. Auf Nachfrage gab das Ehepaar an, dass es nicht von hier sei und seine Eltern am Ammersee besuchen wollte. Da die Entfernung zum Ammersee von Füssen aus in etwa genauso groß ist wie die Entfernung zur eigentlichen Wohnanschrift des Ehepaares, stellte die Polizei einen Verstoß gegen die zur Zeit geltenden Ausgangsbeschränkungen fest. Das Ehepaar verließ demnach seine eigene Wohnung ohne einen triftigen Grund nachzuweisen. Das Ehepaar erwartet nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Insgesamt war es aber ein relativ ruhiges Weihnachten für die Beamten der PI Füssen, informierte Hackl auf Nachfrage des Kreisbote. „Besondere Ausschläge gab es heuer nicht.“ Während der Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und fünf Uhr hätten die Polizisten nur vereinzelte Fahrzeuge angetroffen. Bis auf eines hatten aber alle Fahrer einen triftigen Grund mit ihrem Fahrzeug unterwegs zu sein.

Ergänzung:

Aufgrund des schönen Wetters waren die Wanderparkplätze gut gefüllt. Als besonderer Hotspot habe sich dabei der Schwansee herausgestellt, so die Polizei.

kb

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