Vorstand wird erweitert

Liberale im Ostallgäu wollen Gesicht zeigen

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Der neue Vorsitzender Marcus Prost (4. v.l.), Florian Ziese (Mitte), Maximilian Hartleitner (hinten) und der Allgäuer Bundestagsabgeordneter Stephan Thomae wollen die FDP im Ostallgäu wieder stark machen.

Landkreis – Die FDP im Ostallgäu will im anstehenden Kommunalwahlkampf mehr Themen abdecken und stärker präsent sein. Deshalb haben die Ostallgäuer Liberalen am Montag ihren Vorstand von fünf auf acht Mitglieder erweitert. Neuer Vorsitzender ist Marcus Prost aus Lechbruck.

Unter der Leitung des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion und Bezirksvorsitzenden Stephan Thomae aus Kempten hat der Kreisverband der FDP am vergangenen Montag in der Kreisverbandsversammlung seinen Vorstand wurde von fünf auf acht Mitglieder vergrößert. Damit wollen die heimischen Liberalen im kommenden Kommunalwahlkampf in der Region mehr Themen abdecken und im weitläufigen Kreisgebiet größere Präsenz zeigen, heißt es in einer Mitteilung des FDP-Bezirksverbandes.

Zu ihrem neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung den Lechbrucker Marcus Prost (46). Der gebürtige Rheinländer begann sein Engagement für die Liberalen bereits 1997 während seines Studiums in Potsdam und war viele Jahre lang in diversen Funktionen in der Berliner FDP engagiert. Seit 2014 lebt Prost mit seiner Familie in Bayern. „Die Arbeit der FDP war in den letzten Jahren zu leise und ist in der Bevölkerung zu wenig wahrgenommen worden“, sagt Prost. „Dies ist bedauerlich, da wir als FDP im Ostallgäu zu vielen Themen echte Alternativen zu anderen Parteien anbieten. 

Neu gewählt in den Vorstand wurden unter anderem auch Maximilian Hartleitner und Florian Ziese. Von der CSU zur FDP Hartleitner ist als Kreisrat bestens vernetzt und wird als einer der liberalen Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl gehandelt. Gleiches gilt für Ziese, den die Anwesenden zum Schatzmeister wählten. Beide Kommunalpolitiker eint eine Gemeinsamkeit: Sie haben bis vor gar nicht so langer Zeit der CSU angehört. Das genaue Personaltableau für die Kommunalwahl will die FDP in den kommenden Wochen bekanntgeben.

Ländlichen Raum stärken

Laut Vorsitzendem Prost setzt die FDP im Kreis Ostallgäu auf neue Wege, den ländlichen Raum zu stärken. „Die Digitalisierung arbeitet eigentlich für das Land. Durch intelligent vernetzten öffentlichen Verkehr könnte zum Beispiel ein Nachteil des ländlichen Raumes gegenüber den Großstädten ausgeglichen werden“, sagte er. Dafür müsse allerdings auch der politische Wille vorhanden sein. Auch für den Erhalt lebendiger Städte und Dörfer werde nach Ansicht der heimischen FDP zu wenig getan. Gewerbetreibende hätten zwar viele Ideen, doch aus der Politik kämen eher Hemmschuhe. „Hier besteht zurzeit eher noch eine Verhinderungskultur“, so Prost. „Das muss sich ändern!“

kb

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