Ostallgäuer fällt auf Trickbetrüger herein

Trickbetrüger ergaunern über 18.000 Euro durch „Phishing-Mail“

Person sitzt am Tablet und macht Online-Banking.
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Um über 18.000 Euro wurde jetzt ein Mann aus dem südlichen Ostallgäu betrogen, weil er auf eine Phishing-E-Mail hereingefallen ist.

Landkreis - Um mehr als 18.000 Euro wurde jetzt ein Mann aus dem südlichen Ostallgäu erleichtert. Er fiel nach Angaben der Polizei auf eine sogenannte Phising-Mail von Trickbetrügern herein. Die Polizeiinspektion Füssen ermittelt nun in dem Fall.

Der Mann erhielt laut Polizei eine angebliche E-Mail seiner Bank. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass seine Push-Tan-Registrierung bald ablaufen würde. Er wurde aufgefordert, seine Registrierung zu erneuern.

Dabei wurde er auf eine betrügerische Website weitergeleitet, bei der er seine Zugangsdaten und Push-Tans eintragen musste. Anschließend nahmen die unbekannten Täter acht Überweisungen im Gesamtwert von insgesamt über 18.000 Euro vom Konto des Mannes vor. Nachdem er die Transaktionen feststellte, erstattete er am Mittwoch Anzeige bei der Polizei. Nun ermittelt die PI Füssen.

Die Masche

Bei diesen Betrugsversuchen versenden die Täter fingierte E-Mails, so genannte Phishing-Mails, oder treten in sozialen Netzwerken als vertrauenswürdige Person auf, informiert die Polizei. Sie wollen Empfänger dazu veranlassen, persönliche Daten wie Zugangsdaten, Passwörter, Transaktionsnummern oder ähnliches preiszugeben. Um das zu erreichen, ködern Internetbetrüger ihre Opfer mit fingierten E-Mails und führen sie auf professionell gestaltete Internetseiten. Dort sollen sie dann ihre Zugangsdaten eingeben. Phishing gibt es aber auch am Telefon. Dabei tarnen sich Betrüger als Mitarbeiter eines Kreditinstituts, eines technischen Support-Teams oder eines Callcenters und bitten die angerufene Person unter Vortäuschung von Sachverhalten um vertrauliche Daten.

Tipps der Polizei

Betroffene sollten wissen, dass Kreditkarteninstitute solche Schreiben niemals versenden und ihre Kunden auch nicht zur Eingabe persönlicher Daten im Internet auffordern - auch nicht, aus Sicherheitsgründen. Die Polizei rät deshalb: • Seien Sie skeptisch bei derartigen E-Mails, die einen dringenden Handlungsbedarf signalisieren. Ihre Bank bittet niemals per E-Mail darum, persönliche Daten wie Passwörter über einen Link zu ändern. • Bei Zweifeln lassen Sie sich die Echtheit einer E-Mail vom Absender telefonisch bestätigen. Nutzen Sie dafür nicht die Telefonnummer aus der E-Mail, sondern suchen Sie diese selbst heraus. • Klicken Sie niemals auf den angegeben Link in der übersandten E-Mail. Versuchen Sie stattdessen, die in der E-Mail angegebenen Seiten über die Startseite Ihrer Bank zu erreichen (ohne diese in die Adresszeile einzutippen). • Kreditinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder per Post von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank. • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (zum Beispiel Passwörter oder Transaktionsnummern) per E-Mail. • Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen, nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen Download über den direkten Link). Öffnen Sie insbesondere keine angehängten Dateien. Nutzen Sie Antivirenprogramme und Firewalls. • Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Kreditinstituts an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank. • Beenden Sie die Online-Sitzung bei Ihrer Bank, indem Sie sich abmelden. Schließen Sie nicht lediglich das Browserfenster und wechseln Sie vor Ihrer Abmeldung nicht auf eine andere Internetseite. • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen. So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden haben. • PIN und TANs sollten Sie nur dann eingeben, wenn eine gesicherte Verbindung mit Ihrem Browser hergestellt ist. Eine Sichere Verbindung erkennen Sie an dem „https://“ in der Adresszeile: Im Browserfenster erscheint ein kleines Icon, zum Beispiel in Form eines Vorhängeschlosses, das den jeweiligen Sicherheitsstatus symbolisiert („geschlossen“ bzw. „geöffnet“). • Wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Hier finden Sie weitere Informationen der Polizei zum Thema „Phising“.

kb

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