Nesselwangs Bürgermeister blickt auf zahlreiche Baumaßnahmen zurück

Mehr Bewerber als Parzellen

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Der Verkauf der Grundstücke im Baugebiet „Im Gern“ läuft gut.

Nesselwang – Auf zahlreiche Baumaßnahmen in der Gemeinde blickte jetzt Bürgermeister Franz Erhart (CSU) in der Bürgerversammlung zurück. Das größte Projekt war dabei die Generalsanierung des 40 Jahre alten Feuerwehrhauses, berichtete er den zahlreichen Zuhörern in der Alpspitzhalle.

Im Feuerwehrhaus – jetzt „Haus der Vereine“ – haben die Feuerwehr, die Bergwacht, die Harmoniemusik, der Trachtenverein und der Männerchor ein neues dauerhaftes Domizil gefunden (der Kreisbote berichtete). Ebenso wurden die Schule – hier die Räume für die Mittagsbetreuung – und der Kindergarten umgebaut. Im Kindergarten wurden durch die Umnutzung der Wohnung im Dachgeschoss Platz für die dringend erforderliche fünfte Gruppe geschaffen. 

Die Kommune sei schon auf der Suche nach einem geeigneten Platz für eine Erweiterung der Kinderbetreuung. „Es gibt schon wieder eine Warteliste für die Plätze“, ließ Erhart verlauten. Bei den drei Bau- bzw. Sanierungsmaßnahmen investierte die Marktgemeinde demnach deutlich über eine Million Euro. Die Wasserversorgung Nesselwangs wurde durch einen neuen Hochbehälter erweitert und gesichert. Der neue Hochbehälter hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 2000 Kubikmetern. 

Im Zuge der Erweiterung wurden auch 1,4 Kilometer neue Leitungen verlegt. Der Wasserdruck in den Ortsteilen Brand und Zillhalde steige dadurch auch spürbar an. Die Steigerung des Wasserdrucks hatte aber auch negative Folgen für die alten Leitungen. So meldeten Anwohner innerhalb einer Stunde drei Wasserrohrbrüche. Diese waren überwiegend auf Beschädigungen beim nicht sachgerechten Einbau vor einigen Jahrzehnten zurückzuführen. 

Auch beim neuen Hochbehälter gab es laut Bürgermeister Probleme bei Wasserproben nach der Befüllung. Im Wasser wurden Verunreinigungen festgestellt, die von Fremdanteilen im Beton stammten. „Bis zu 2,5 Prozent dürfen drin sein“, so Erhart. 

Die betroffene zweite Kammer werde derzeit saniert und dann wieder in Betrieb genommen. Durch die Erneuerungen im Leitungsnetz konnten die Verluste durch Defekte von 30 Prozent innerhalb kurzer Zeit auf 18 Prozent gesenkt werden. Das gemeindliche Neubau-Gebiet „Im Gern“ im Westen von Nesselwang sorgte bei der Kommunalverwaltung dagegen für zufriedene Gesichter. „Von 63 Parzellen sind noch 13 frei. Und es gibt dafür 30 Bewerber“, so Erhart zur laufenden Entwicklung. Einige wenige Plätze werden derzeit noch nicht verkauft. 

Dreck auf dem Radweg

Das Radwege-Netz um Nesselwang wurde mit dem Lückenschluss zwischen Lachen und dem Anschluss nach Rückholz komplettiert. Beschwerden gebe es gelegentlich vom Radweg nach Wertach aufgrund der vielen Grundstückszufahrten in die Felder und Waldstücke und den Verunreinigungen, die beim Queren entstehen. Der Rathauschef appelierte hier an die Liegenschaftsbesitzer: „Bitte kehrt‘s euren Dreck wieder vom Radweg!“

 Im Wegebau wurde ebenfalls einiges investiert: Neben dem Lückenschluss beim Radweg wurde am Attlesee-Ostufer der Weg für eine bessere touristische Nutzung und um auch die Staubentwicklung zu minimieren asphaltiert, des weiteren wurde am Bahnhof der Parkplatz hergerichtet und aufgekiest. Damit sollen unter anderem die Dauerparker, die im Ort teilweise Parkplätze blockieren, animiert werden ihre Autos dort oben abzustellen.

Im Bereich der Hauptstraße wurde die Straßenbeleuchtung mit einem Kostenaufwand von 20.000 Euro auf die energiesparende LED-Technik umgestellt. Für örtliche Unternehmen wurden Erweiterungsmöglichkeiten geschaffen. So feierte die Firma Endress+Hauser Wetzer an ihrem Stammsitz in Nesselwang im Oktober die Erweiterung um mehr als 6000 Quadratmeter (der Kreisbote berichtete). In dem Betrieb sind am Stammsitz 365 Mitarbeiter beschäftigt. 

Die Firma Metalltechnik Haas baue ihren neuen Firmensitz im Ortsteil Wank, da es am bisherigen Sitz keine Möglichkeit mehr für eine Expansion gibt, so der Bürgermeister. Die Firma Holzbau Möst erweitert ebenfalls an ihrem Produktionsstandort. Die Erweiterung reiche allerdings in einen Hochwasserbereich hinein.

hoe

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