Fischer wieder im Landesvorstand

Ostallgäuer Sozialdemokratin Hannah Fischer wird als Beisitzerin in den SPD-Landesvorstand gewählt

Die Marktoberdorferin Hannah Fischer
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Hannah Fischer

Landkreis – Mit der Marktoberdorferin Hannah Fischer ist der SPD-Unterbezirk Ostallgäu künftig im Landesvorstand der Bayern-SPD vertreten. Dementsprechend groß ist die Freude bei den Ostallgäuer Genossen über den Ausgang des Landesparteitags Ende April. Denn neben der Personalie Fischer nahm der Parteitag auch alle drei Anträge der Ostallgäuer an.

Die bayerische SPD bestimmte kürzlich auf ihrem Parteitag den gesamten Landesvorstand neu. Dabei wählten die bayerischen Sozialdemokraten mit Hannah Fischer aus Marktoberdorf auch ein Mitglied der Ostallgäuer SPD in den Landesvorstand. Fischer, die 2020 aus Nürnberg nach Marktoberdorf gezogen ist und bereits seit zwei Jahren dem Landesvorstand angehört, kandidierte erneut erfolgreich als Beisitzerin.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der neuen Doppelspitze Ronja Endres und Florian von Brunn und mit dem Schwerpunkt auf Themen wie Klimaschutz, Bildungsgerechtigkeit und Arbeitnehmerrechte die Bayern-SPD wieder nach vorne zu bringen”, sagte die 36-Jährige. Außerdem sei ihr die Vertretung des ländlichen Raumes, vor allem des Allgäus, ein besonderes Anliegen“, so die junge Neu-Marktoberdorferin.

Doch nicht nur personell, sondern auch inhaltlich konnten die Ostallgäuer Sozialdemokraten auf dem Parteitag Akzente setzen: alle drei Anträge, die der Unterbezirksparteitag im Herbst beschlossen hatte (der Kreisbote berichtete), nahm der Parteitag an. Neben der Forderung nach einem Lieferkettengesetz sowie Maßnahmen zur Eindämmung von rechtswidriger Polizeigewalt und zur wissenschaftlichen Untersuchung rassistischer Einstellungen in der Polizei fand der Antrag zur Aufnahme von Migranten aus dem Migrantenlager Moria breite Zustimmung bei den Delegierten.

„Es freut uns sehr, dass unsere inhaltliche Arbeit im Ostallgäu auch zur Weiterentwicklung der SPD insgesamt beiträgt,“ sagte die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Regina Renner.

Kritik an der Union

In ihrer eigenen Vorstandssitzung per Videokonferenz beschäftigten sich die Ostallgäuer Genossen vor allem mit den Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern während der Corona-Krise, aber auch die Rolle der Betriebe bei der Eindämmung des Virus. Die verbindliche Einführung des Angebots von Schnelltests, wie sie Arbeitsminister Hubertus Heil durchsetzte, ist in den Augen des heimischen SPD-Vorstands ein geeigneter Schritt zur Eindämmung weiterer Ausbrüche von Infektionen.

Noch wichtiger sei aber die Verbesserung der Arbeitsbedingungen selbst. Gerade die Menschen in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen seien laut wissenschaftlichen Studien überdurchschnittlich häufig von Corona-Erkrankungen betroffen. „Corona zeigt die soziale Schieflage unserer Gesellschaft wie durch ein Brennglas auf“, beklagte Vorsitzende Ilona Deckwerth und forderte ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Machenschaften bei den Corona-Schutzmaßnahmen. „Es ist unerträglich, wie eine ganze Reihe von Abgeordneten von CDU und CSU diese schlimme Pandemielage offenbar ausgenutzt und sich persönlich bereichert haben“, so die Ostallgäuer SPD-Vorsitzende.

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