Kein einstimmiges Votum

Ostallgäu: Deckwerth fordert Landrätin Zinnecker heraus

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Aufstellung: Diese Frauen und Männer treten für die SPD zur Kreistagswahl 2020 an.

Füssen – Nun ist es offiziell: Der SPD-Unterbezirk Ostallgäu schickt Ilona Deckwerth als Kandidatin in die Landratswahlen am 15. März.

Bei der Aufstellungsversammlung im Hotel Luitpoldpark in Füssen wählten die 18 Delegierte verschiedener Ortsvereine die Füssenerin zur Landratskandidatin, nachdem diese in einer launigen Rede aufgezeigt hatte, was ihr politisch besonders am Herzen liegt. 

Daneben stellten sie 60 Kandidaten für die Kreistagsliste auf. Im Anschluss an ihre ausführliche Bewerbungsrede, die die rund 50 Versammlungsbesucher mit langem Applaus honorierten, erhielt die Vorsitzende des Unterbezirks Ostallgäu jedoch genauso wenig einstimmig das Votum der Delegierten, wie mancher Kandidat, der für die Kreistagsliste kandidierte. Diese bezeichnete Versammlungsleiter Dr. Paul Wengert hinterher „eine tolle Liste“. 

Für die Kandidatur des Landratsamtspostens gab es indes auch keinen Gegenbewerber für Deckwerth, und so war die aus Franken stammende Sozialpädagogin an diesem Abend die einzige, die in einer launigen Rede aufzählte, welche Werte ihr politisch besonders am Herzen liegen und wofür sie sich als Ostallgäuer Landrätin einsetzen will.

Im Zuge dessen betonte Deckwerth eindringlich, dass sie und ihre Parteigenossen in erster Linie „für eine sozialgerechte Gesellschaft, die gleichzeitig die Umwelt hegt und pflegt“ eintreten und damit „unseren wunderschönen Landkreis Ostallgäu für alle Menschen“ bewahren wollen. 

Dementsprechend unterstrich sie, dass „Natur- und Umweltschutz mit Sozialgerechtigkeit einhergehen“ müsse, weil nur so an einer Zukunft gearbeitet werden könne, „die für alle offen und erreichbar ist“. 

Für mehr ÖPNV

Sie begrüße „die umweltpolitischen Leitlinien des Landkreises“, erklärte Deckwerth, die dabei allerdings noch einmal ausdrücklich auf die gesellschaftliche Komponente verwies: „Klimaschutz ist auch Sozialpolitik!“ 

Infolgedessen setze sie sich darüber hinaus für „eine Intensivierung des ÖPNV“ (Öffentlicher Personennahverkehr) ebenso ein, wie für die vermehrte Nutzung der Windkraft, die Deckwerth als die „effektivste Form im Bereich der regenerativen Energien“ bezeichnete. 

Während die von ihrer Partei frisch zur Kandidatin gekürte Lehrerin die Bereiche Wirtschaft, Bildung sowie das Gesundheitswesen als weitere Themenschwerpunkte ihrer politischen Arbeit nannte, verdeutlichte sie gegen Ende ihrer Rede, dass man alles nur „gemeinsam mit unserem Team der Kreistagsliste“ mache. 

"Tolles SPD-Spektrum"

Deren anwesende Kandidaten stellten sich denn auch im Anschluss an Deckwerths Ausführungen nicht nur selbst, sondern auch ihre abwesenden Genossen kurz vor. Darunter waren auch einige Bewerber für die anstehenden Bürgermeisterwahlen, die Deckwerth in ihren Schlussworten ähnlich lobte wie alle anderen Gewählten, denen sie versicherte: „Wir stellen hiermit ein tolles SPD-Spektrum dar und wollen handfeste Kommunalpolitik betreiben!“ 

Vermutlich nicht nur deshalb überreichte die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Karin Wehle-Hausmann Deckwerth schließlich einen Weihnachtsstern. 

Eine ausführliche Liste aller Kreistagskandidaten der SPD lesen Sie in einer der kommenden Kreisbote-Ausgaben.

lex

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