Rieden eröffnet neuen Dorfplatz

Die Mitglieder des Trachtensvereins „Alpenblick“ tragen mit ihren Auftritten zur Feier des Dorfplatzes bei. Im Hintergrund ist der Dorfbrunnen zu sehen. Foto: ed

Rieden – Nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit hat die Gemeinde Rieden kürzlich die Errichtung des Dorfplatzes im Ortsteil Osterreinen mit einem Einweihungsfest abgeschlossen. Nachdem Pfarrer Hans Ulrich Schneider den Platz geweiht hatte, sorgte die Musikkapelle Rieden für die Umrahmung.

Das Projekt war im Zuge der Dorferneuerung III angelegt und gestaltet worden. Ausgestattet mit einem Pavillon und einem Terminal der Osterreinen mit dem Tourismusbüro in Rieden verbindet, bildet ein Sandsteinbrunnen mit zwei stilisierten römischen Münzen den Mittelpunkt. Die Münzen zeigen die symbolische Übergabe der römischen Provinz Rätien, die die Brüder Tiberius und Drusus befriedet haben, an Kaiser Augustus. Die über 2000 Jahre alte Verbindungsstraße „Via Claudia“ von Italien bis Augsburg, die im Forggensee auch Gebiete der Gemeinde Rieden tangiert, war im Altertum ein wichtiges Verbindungsglied und ist aufgrund der Aktivitäten der drei Länder Bayern, Tirol und Italien auch heute von großer geschichtlicher Bedeutung. 

Wie Riedens Bürgermeister Max Streif in seiner Begrüßungsrede erwähnte, liegt die neu gestaltete Ortsteilmitte an diversen Rad- und Wanderwegen wie dem Via-Claudia-Fernweg und dem neu angelegten Allgäu-Rundweg. Er dankte der „Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung“ und dem Amt für ländliche Entwicklung (AfLE) für deren Engagement bei der Erstellung des Platzes. Norbert Hecht betonte als Vertreter des AfLE, dass die Weiterentwicklung der dörflichen Heimat für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums unabdingbar sei. 

Dies unterstützte auch die CSU-Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, für die Dorfplätze dieser Art ein Mittelpunkt für Gemeinschaftssinn und Lebensqualität für die Bevölkerung darstellen. Dabei seien Dorferneuerungsprogramme, wie sich in Rieden zeigt, ein wichtiges Instrument. Für Manfred Hahn, Leiter des römischen Museums in Augsburg, wird mit der Präsentation der Münzen Geschichte öffentlich gemacht und damit in die Gegenwart zurückgeholt. ed

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