"Die Wünsche sind erfüllt worden"

In Oy-Mittelberg wurden heuer zahlreiche Bauprojekte abgeschlossen

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Der Kreisverkehr an der Kreuzung der Verbindungsstraße zwischen Haslach und Faistenoy und der B310 ist mittlerweile fertig gestellt.

Oy-Mittelberg – Verschiedene Baustellen in der Kommune konnten im laufenden Jahr abgeschlossen werden, wie Bürgermeister Theo Haslach jetzt in der Bürgerversammlung im Oyer Kurhaus berichtete.

Dorthin waren rund 150 Bürger gekommen, um sich den Rechenschaftsbericht des Rathauschefs anzuhören. Tags zuvor waren beim ersten Termin rund 100 Bürger in Petersthal anwesend. Zu den beendeten Baumaßnahmen gehört unter anderem der Ausbau der „Schwarzenberger Straße“ im Ortsteil Oberzollhaus, verschiedene Neuasphaltierungen von gemeindlichen Straßenabschnitten auf einer Länge von fast drei Kilometern und die Neugestaltung des Eingangsbereichs des Kurhauses, der erst jüngst beendet wurde. Auch im Bereich der Hauptstraße beim neugeplanten Rathaus hat sich laut Haslach einiges getan.

So wurden in einem ersten Bauabschnitt neue Regen- und Mischwasser-Kanäle verlegt. „Anstelle der geplanten fünf bis sechs Wochen war die ausführende Baufirma in bereits drei Wochen fertig“, blickte er zurück. Der zweite Bauabschnitt in Richtung Schule soll im März 2020 erfolgen. Aufgrund der hohen Nachfrage sind weitere Wohnbaugebiete in der Oberallgäuer Gemeinde geplant. So in Unterzollhaus. „Die Ursprungsbezeichnung stammt aus alten Plänen in der Mitte des 19. Jahrhunderts“, erklärte Haslach, und Mittelberg „Mühlbachblick“ im Süden des Ortes. Der Gemeinderat prüft derzeit weitere Bereiche um eine Wohnbauentwicklung zu fördern. 

Im Ortsbereich Haslach wird derzeit der zweite Bauabschnitt zur Dorferneuerung geplant. Die Fertigstellung des westlichen Teils der „Grüntenseestraße“ ist für 2020 geplant. Nachdem sich die Bürger von Haslach und Faistenoy aufgrund eines tödlichen Verkehrsunfalls im massiv für einen Kreisverkehr an der Kreuzung der Verbindungsstraße zwischen den beiden Orten und der B310 eingesetzt hatten, verkündete Haslach jetzt die Fertigstellung. „Auch die Wünsche, die wir in dem Zug geäußert haben, sind uns erfüllt worden.“ Ein Pendlerparkplatz am Kreisverkehr nach Nesselwang und eine Geh- und Radwegverbindung zwischen den beiden Kreisverkehrsanlagen war vom Staatlichen Bauamt umgesetzt worden. „Und uns hat das alles nichts gekostet“, freute sich der Bürgermeister. 

Neuer Gehweg geplant

Der Breitbandausbau, der auch in den kleineren Ortsteilen für ein schnelles Internet von mindestens 30 MBit pro Sekunde im Download sorgt, mache Fortschritte. Der Anteil der Kommune beläuft sich bei einer Gesamtkosten von mehr als 722.000 Euro auf knapp unter 217.000 Euro. Der Rest werde durch das Förderprogramm zum Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes gedeckt. In Mittelberg ist eine grundlegende Sanierung des Kirchenparkplatzes, der zudem ein beliebter Wanderparkplatz ist, geplant. Die Ausführung soll im kommenden Jahr erfolgen. Eigentlich war die Maßnahme schon für 2019 geplant, konnte aber wegen der vollen Auftragsbücher der Baufirmen nicht vorgenommen werden. Die geschätzten Kosten belaufen sich hier auf 400.000 bis 500.000 Euro. In Oy sollen an der „Maria-Rainer-Straße“ ein Gehweg die Sicherheit für Fußgänger erhöhen und die Siedlungsstraße soll grundlegend saniert werden. 

Am Wertstoffhof gebe es aufgrund der engen Straßenverhältnisse immer wieder ein Verkehrschaos und lange Wartezeiten. Hier soll ebenfalls im kommenden halben Jahr eine adäquate Lösung gesucht werden. „Wir sind dran“, so Haslach. Die Sanierung der Pfarrkirche „Sankt Peter und Paul“ habe sich aufwendiger gestaltet als zunächst angenommen. Durch die Erweiterung des ursprünglichen Bauumfangs werde das Gotteshaus voraussichtlich erst im Jahr 2021 wieder in altem Glanz erstrahlen. 

Grund hierfür sind laut Rathauschef massive Feuchtigkeitsschäden im gesamten Dachbereich. „Eine Entscheidung für Generationen“, hieß es zur Entscheidung, sich an den Abwasserzweckverband Kempten anzuschließen. Die gemeindeeigene Kläranlage habe nicht mehr den Anforderungen entsprochen und eine umfangreiche Sanierung wäre zu teuer geworden gewesen. Nach Abwägung der Kosten und der erforderlichen Maßnahmen hatte der Gemeinderat für den Anschluss gestimmt. Derzeit geht es in den Planungen um die Leitungsführung um den Rottachsee. 

Dazu will der Rat die Öffentlichkeit in seiner Sitzung am kommenbden Montag, 18. November, informieren.

hoe

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