Parken und wohnen

Nach dem Kurzreferat von Ralph Habig (rechts) unterstreichen Andreas Ullrich, Michael Wollnitza und Jürgen Doser (von links) dass „hochwertige Wohnungen gebaut werden können, deren Mieten mit kleinerem Einkommen bezahlbar sind“. Foto: cf

Die Veranstaltung „Bürger-Information“ am Montagabend vor der Stadtrat-Sondersitzung beleuchtete drei Themen, die aus Sicht der Freien Wähler Füssen öffentliche Diskussionen nötig machen. So brachen die Freien Wähler im Altstadthotel „Zum Hechten“ nicht nur den Klimaschutz zur Sprache, sondern sammelten auch Vorschläge für ein sogenanntes „Parkraumbeschaffungskonzept“. Zudem referierte Ralph Habig zum Thema preisgünstiges Wohnen über den „erfolgreichen Münchner Weg“.

Stadtrat Andreas Ullrich hatte an einem Allgäuer Forum teilgenommen, das sich mit „Klimaschutz und Energie- beratung“ beschäftigte. Ullrich warnte davor, „die Hände in den Schoß zu legen“. Vor dem kleinen Kreis interessierter Bürgerinnen und Bürger erklärte er im Altstadthotel „Zum Hechten“: „Fragen zum künftigen Energiebedarf müssen uns immer stärker beschäftigen.“ Ullrich schlug vor, einen Fachmann als Referenten nach Füssen einzuladen. Die Kommune habe in diesem ökologischen und ökonomischen Feld eine bedeutende Aufgabe und sollte daher unbedingt „mit Beispielfunktion vorangehen“. Breiten Raum nahm abschließend das Thema „Parkraumbeschaffungskonzept“ ein. Unter der Moderation von Stadtrat Michael Wollnitza wurden Vorschläge gesammelt, wo man sich Parkplätze im Stadtbereich und zu welchen Gebühren wünsche. Favorisiert wurde „eine halbe Stunde frei“ für Stadtbesuche, die einer kurzen Besorgung dienen. Ob sich eine mögliche Regelung, die ab der 31. Minute Gebühren vorsehen, jedoch umsetzen lassen, war an diesem eineinhalbstündigen Info-Abend nicht zu klären. Keine Meinungsunterschiede im Saal gab es mit Bezug auf den Vorstoß der Freien Wähler, in der Stadt künftig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den der Stadtrat tags drauf diskutierte (siehe Bericht auf Seite 3). Ein Kurzreferat von Ralph Habig über den „erfolgreichen Münchner Weg“ leitete die Diskussion ein. Wie der Referent erläutert hatte, finde das Münchner Modell der „sozialgerechten Bodennutzung“ von 1994 Nachahmung. Dabei handelt es sich um ein Instrument, das seinen Platz in der Stadtplanung hat. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Partner auf gesetzlicher Grundlage könne ein qualitativ hochwertiges Angebot an Wohnungen geschaffen werden, das auch für schmale Geldbeutel erschwinglich ist. Neben der sozialen Komponente geht es den Freien Wählern darum, die Einkommenssteuer am Ort zu halten. Wer in Füssen seinen Arbeitsplatz habe, solle in der Stadt wohnen können und nicht – wegen der hier hohen Mieten – aufs Land ziehen müssen.

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