Pater feiern Jubiläum

65 Jahre im Dienst der Kirche

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Pater Adelhard (links), der in Füssen seinen Ruhestand verbringt, und der fast gleichaltrige Dagobert (rechts) aus München. Fahnenträger Bruno Riegger begrüßt sie im Namen der Kolpingsbrüder und beglückwünscht sie zu ihrem Jubiläum.

Füssen – Ein großes Jubiläum hat jetzt Pater Adelhard gefeiert. Vor 65 Jahren legte er sein Gelöbnis als Ordensmann ab und steht seitdem im Dienst der Franziskaner. Damit ist er seiner Berufung gefolgt.

Als Füssener Schulbub las der in der Schweiz geborene Willie Weeren ein Buch über den Heiligen Franziskus. Das wurde für seinen weiteren Weg von großer Bedeutung. Denn vor kurzem feierte er als Pater Adelhard ein großes Jubiläum: 65 Jahre im gehorsamen Dienst als Franziskaner.

Am Gottesdienst mit seinen Ordensbrüdern in der Füssener Kirche St. Stephan nahmen auch viele Gläubige teil, so blieb in den Bankreihen fast kein Platz leer und beim anschließenden Empfang durfte der Jubilar ein Bad in der Menge nehmen. Das galt auch für Pater Dagobert Scharf, der in München lebt. 

Dieser hatte ebenfalls vor 65 Jahren sein Gelöbnis als Ordensmann abgelegt und besuchte aus diesem Grund das Füssener Kloster. Beide Pater verbindet viel Schönes mit Füssen, wie im Festgottesdienst am Franziskanerplatz an Maria Himmelfahrt zu hören war. 

Der 1933 geborene Pater Dagobert, der heute in München am Hauptsitz der bayerischen Franziskanerprovinz im Ruhestand lebt, ist drei Jahre jünger als sein Ordensbruder. Pater Dagobert erinnert sich „sehr gern“ an die Jahre in Füssen, wie nach dem vom „Lechkosaken“-Chor und einer Jodlerin musikalisch gestalteten Gottesdienst in der Sakristei betonte. 

Dagegen ist Pater Adelhard, der als Willie Weeren in der Schweiz geboren ist und als Schulbub in Füssen aufwuchs, stark mit dem Weidach, St. Mang und dem Kloster verwurzelt. 

Funke springt über 

Wie er in seiner Ansprache voller Dankbarkeit schilderte, habe der Gärtner der Ordensgemeinschaft mit einen Buch über den Heiligen Franziskus dafür gesorgt, dass es bei ihm damals als 15-Jähriger „gefunkt hat.“ 

Pater Adelhard sagte: „Durch die Glaubensvermittlung ist von meinen Eltern der Samen gelegt worden, der mich auf diesen Weg geführt hat.“ Mit seiner Berufung wirkte er an unterschiedlichen Orten in Bayern als (Krankenhaus-)Seelsorger, Rettungswagenfahrer und Religionslehrer. 

Sein Wunsch in der Feierstunde war: „Ich will nicht der letzte Franziskaner sein, der hier aus Füssen gekommen ist.“

Chris Friedrich

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