»Es war eine prägende Zeit«

Pater Robin verlässt die Pfarreiengemeinschaft Nesselwang-Pfronten

Pater Robin mit Diakon Manfred Selg beim Gottesdienst.
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Pater Robin mit Diakon Manfred Selg bei seinem letzten Gottesdienst im Ostallgäu.
  • VonHerbert Hoellisch
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Nesselwang – Nach zwei Jahren in der Pfarreiengemeinschaft Nesselwang-Pfronten verabschiedete sich nun der indische Geistliche Pater Robin Mangalathil.

Er kehrt in seine indische Heimat zurück, um Germanistik zu studieren und im Anschluss junge Geistliche auf ihren Dienst in Deutschland, auch mit Sprachkursen, vorzubereiten.

Mit seiner offenen und herzlichen Art war der junge Kaplan bei den Gläubigen aller Altersstufen sehr beliebt. Viele der Gottesdienstbesucher, mit denen er vor und nach dem Gottesdienst Gespräche führte, bedauerten die Abreise des beliebten Geistlichen und gaben ihm ihre Glück- und Segenswünsche mit.

13 Jahre in Deutschland

Seit dreizehn Jahren war Pater Robin in Deutschland und davon die vergangenen beiden Jahre in der Pfarreiengemeinschaft. „Da wir ihnen aufgrund der Gepäckbeschränkungen kein großes Geschenk mitgeben dürfen, überreichen wir ihnen einen Stick, auf dem wir ein Buch gestaltet haben, wo sich jeder von uns verewigt hat“, so eine der Ministrantinnen, die sich im Namen aller von ihm verabschiedete. Christine Haug, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, bedauerte die Abreise des Geistlichen. „Wir finden es schade, dass Sie gehen, aber freuen uns auch mit ihnen, dass Sie wieder in Ihre Heimat zurückkehren können.“

Zahlreiche Jugendgottesdienste waren durch das Engagement des jungen Priesters gut besucht, so Haug. Sie überreichte ihm zum Abschied einen USB-Stick mit zahllosen Bildern von Begegnungen mit Gläubigen. „Es sind auch Bilder dabei mit allen Nesselwanger Kirchen und Kapellen. Das eine oder andere Mal werden sie sicher auch schmunzeln müssen, wenn sie sich das anhören“, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende.

Gemischte Gefühle zum Abschied

Mit seinem Eintritt in das Priesterseminar im Alter von 15 Jahren verband der Geistliche eine liebevolle Erinnerung an seine Eltern, vor allem an seinen Vater. „Es war der 12. Juni 1999“, erinnerte sich Pater Robin. „Mein Vater sagte zu mir, als er sich verabschiedete: ‚Wir sind immer für Dich da!‘“ Unter diesem Motto stand auch seine Predigt bei seinem letzten Gottesdienst im Ostallgäu. Ihm zur Seite stand Diakon Manfred Selg, der Anfang des Jahres seine Weihe empfangen hatte.

„Ich habe gemischte Gefühle: einerseits viel Freude und Dankbarkeit, aber auch mit viel Wehmut stehe ich hier vor Ihnen. Ich habe viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen“, blickte Pater Robin in seiner Abschiedsrede vor den Gläubigen zurück. „Es war eine für mich prägende Zeit, die ich hier mit und bei Ihnen verbringen durfte.“

Dank für herzliche Zusammenarbeit

Er dankte Pfarrer Werner Haas sowie allen weiteren haupt- und ehrenamtlichen Helfern in den Pfarrbüros und den beiden Pfarrgemeinden. „Ihr seit alle ein Schatz für die Pfarreiengemeinschaft!“ Sein Dank galt auch Bürgermeister Pirmin Joas (CSU) für die herzliche Zusammenarbeit in der Vergangenheit. „Was mich sehr gefreut hat, dass Sie immer wieder aus meinen Predigten zitiert haben.“

Zu den Gottesdienstbesuchern gewandt, sagte er: „Ich danke Ihnen für jede Begegnung, jedes herzliche und ehrliche Gespräch!“ Mit „Ich hab noch einen Koffer in Nesselwang“, einem leicht abgewandelten Zitat aus einem bekannten Lied von Marlene Dietrich, verabschiedete er sich. „Ich werde Sie immer in liebevoller Erinnerung behalten!“

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