50 Jahre im Dienst Gottes

Füssen: Pater Stefan Seibert feiert rundes Priesterjubiläum

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Der Jubilar im Klostergarten: Pater Stefan Seibert war in Füssen Klostervorsteher, bevor er in den Ruhestand wechselte.

Füssen – Ein rundes Jubiläum hat jetzt Pater Stefan Seibert gefeiert. Vor 50 Jahren wurde er in Werl zum Priester geweiht. Eine lange Zeit, in der die prägendsten Erlebnisse das Zweite Vatikanische Konzil und die „68-er” waren, wie sich Seibert im Füssener Franziskanerkloster erinnert.

In diesem war er Klostervorsteher, bevor er in den Ruhestand wechselte.

Sein Jubiläum hat er jetzt bei einer Heiligen Messe in der Franziskanerkirche St. Stephan gefeiert.

Im Hinblick auf die Goldene Priesterweihe traf sich Pater Stefan mit seinen Angehörigen im Frühjahr – „noch vor Corona“ – zu einer Urlaubswoche in Wörishofen. Er sei der Jüngste einer kinderreichen Familie, in der sein Weg in die Seelsorge nicht vorgezeichnet war. Es habe seine Familie „überrascht, dass ich nach meinem Abitur dann doch nicht, wie zuerst geplant, Mathematik und Sport studieren wollte“, erzählt der Jubilar.

Wollte nach Westen

Pater Stefan Seibert ist Jahrgang 1941 und wurde im oberschlesischen Beuthen geboren. Es war, wie er berichtet, seine Mutter, „die sehr bestrebt war, von Polen in den Westen zu gehen“. Erfolgreich studiert hat der junge Mann, der als Messdiener den Franziskanerorden kennenlernte, die Fächer Philosophie und Theologie in Münster und München. In München erfolgte 1968 seine Diakonatsweihe durch Kardinal Julius Döpfner. „Ich ging mit vollem Elan in die Seelsorge“, so der Füssener Franziskaner. Mit großen Bedauern kommentiert er die Schließung vieler Klöster.

Prägende „68-er”

„Der Aufbruch der 68er“, wie Pater Stefan im Rückblick unterstreicht, „waren prägend für mich“. Als Kaplan in Berlin und Jahre später als Studentenpfarrer in Hamburg gab es damals berufliche Kontakte mit jungen Leuten aus aller Welt, die ein Zimmer im internationalen Wohnheim hatten. „Wir blieben in guter Verbindung. Ich bin Jahre später nach Mexiko, Korea und Vietnam gereist“, gibt er Beispiele dafür.

Nach Füssen sei er „vor vier Jahren gern gekommen“, sagt Pater Stefan mit einem Lächeln. Nach so vielen Jahren, in denen er auch viele Länder kennenlernte stets eine hohe Verantwortung bei seinen jeweiligen Aufgaben im Orden trug, sei es an der Zeit, „Ruhe zu genießen“. Zufrieden stellt er fest: „Das, was ich brauche, habe ich.“

cf

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