Katrin Heller-Breer führt Verein bis 2019 zunächst kommissarisch

Engelhard-Lechner tritt beim Hospizverein zurück

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Kommissarisch führt Katrin Heller-Breer als Vorsitzende für ein Jahr den Hospizverein südliches Ostallgäu. Zu ihrem Stellvertreter wählt die Versammlung Lothar Schaffrath.

Füssen – Nicht ganz einfach war es für Brigitte Engelhard-Lechner bei der Mitgliederversammlung des Hospizvereins südliches Ostallgäu den Rücktritt von ihrem Amt als erste Vorsitzende bekannt zu geben.

Jedoch haben persönliche Umstände diese Entscheidung umgänglich gemacht. An ihre Stelle tritt nach einstimmiger Wahl ihre bisherige Stellvertreterin Katrin Heller-Breer. Sie wird von Lothar Schaffrath als Stellvertreter unterstützt. Die beiden werden den Verein kommissarisch bis zur Mitgliederversammlung 2019 leiten, bei der turnusmäßig Neuwahlen anstehen. 

Engelhard-Lechner war seit der Gründung des Vereins 2007 dessen Vorsitzende und hat in der Folgezeit sehr vieles für die Hospizarbeit geleistet. Dafür erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen. 

Noch einmal ließ sie am Wochenende die über zehnjährige Vereinsgeschichte in Teilen Revue passieren und richtete ihre Worte besonders an die Hospizbegleiter, die dem Verein nicht nur ein Gesicht, sondern auch ein Herz geben. Sie definierte Hospiz als einen von menschlicher Solidarität getragenen ehrenamtlichen Dienst. 

In vielen persönlichen Gesprächen sei ihr immer wieder bestätigt worden, dass Hospizbegleiter nicht nur zuhören, sondern auch dafür sorgen, dass kranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase in dem vertrauten bzw. selbst gewählten Umfeld oftmals alleine durch ihr Dasein und dem Zeitschenken ein gutes „Abschied nehmen“ ermöglichen. 

In einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr berichtete Engelhard-Lechner, dass die Hospizbegleiter rund 1300 Stunden ehrenamtlichen Dienst am Krankenbett bei den ihnen Anvertrauten verbracht und deren Abschied aus dem Leben „erleichtert“ hätten.

45 Begleiter

Insgesamt sind im Verein derzeit 45 Frauen und Männer als Hospizbegleiter tätig. Sie begleiteten im vergangenen Jahr 60 Menschen zuhause, im Krankenhaus oder im Seniorenheim – 47 von ihnen verstarben. Sie gab weiter bekannt, dass der Verein seit dem 21. März sein neues Domizil in der Augsburger Straße 56 hat (im Suiterhaus). 

Die Möglichkeit, die neuen Geschäftsräume zu begutachten, besteht am Samstag, 23. Juni, in der Zeit von 11 bis 16.30 Uhr im Rahmen eines „Tags der offenen Tür“. Schatzmeisterin Ellen Bodenmüller gab einen sehr positiven Finanzbericht ab und freute sich besonders über die erfreuliche Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Derzeit hat der Verein 276 Mitglieder.

ed

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