Am Samstag Infostand in der Fußgängerzone

Füssen soll ein Heim für den Storch werden

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Peter Griegel wirbt am Stadtbrunnen für seinen Plan, in Füssen für Weißstörche einen Horst zu installieren. Auch am morgigen Samstag, 8. August, will er wieder vor Ort sein

Füssen – „Alles für den Storch“ ist das Motto einer Aktion von Peter Griegel vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) Ostallgäu. Am morgigen Samstag, 8. August, ist er vormittags erneut mit einem Info-Stands am Magnusbrunnen, um Spenden für sein Projekt zu sammeln. Sein Ziel: ein Nest für Weißstörche auf dem Hohen Schloss.

„Der Storch ist ein Glücksbringer und ein sehr schöner Anblick. Ich setzte mich dafür ein, dass Weißstörche am Hohen Schloss wieder ein Nest bekommen“, erklärt der als aktives Mitglied im Landesbund für Vogelschutz (LBV) bekannte Naturfreund. 

Um eine Rückkehr der Weißstörche in der Füssener Altstadt artgerecht vorbereiten zu können, wirbt Griebel um Unterstützung. „Das ist mein ganz persönliches Projekt, kein LBV-Programm“, macht er auf Nachfrage deutlich. Er freut sich über „den freundlichen Brief aus der Stadtverwaltung.“ Bürgermeister Maximilian Eichstetter habe „sofort auf mein ihm geschildertes Anliegen reagiert und dieses ausdrücklich begrüßt“. 

Solche positiven Reaktionen allerdings sind kein Garant dafür, dass Griegel seinen Plan auch umsetzen kann. Es fehlt – wie er einräumt – dafür schlicht das Geld. Seiner „laienhaften Schätzung“ nach könnten Gesamtkosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro entstehen, um den dann weit sichtbaren Weißstorchhorst zu installieren. Vielleicht, hoffe er, „reichen dafür auch 5000 Euro“. Griegel rechnet mit Unterstützung, „vor allem von Naturfreunden“. 

Es brauche aber auch Glück, wenn es dann soweit kommen sollte, dass ein Weißstorch in luftiger Höhe von Einheimischen und ihren Gäste entdeckt werden könne.

Schutzprogramm

Wenn Griegel um Jahrzehnte zurückschaut, zeigt sich, das es in Bayern gelungen war, durch ein spezielles Schutzprogramm die Zahl der Weißstorchbrutpaare von 40 auf knapp 500 zu steigern. „Der Erfolg war da, das Programm wurde deshalb eingestellt.“ 

Weißstörche sind – anders als Schwarzstörche – nicht scheu, wie in Fachbüchern nachzulesen ist. „Die Störche kommen jetzt näher zu uns in Füssen“, weiß Griegel. Es gebe inzwischen Brutplätze in Marktoberdorf und Lechbruck. Freilich könne nicht garantiert werden, dass sich ein Weißstorch auf dem Hohen Schloss wieder so zeige, wie es ein Künstler auf einem Bild von 1554 festgehalten habe. 

Im Internet weist der Landesbund für Vogelschutz (LBV) auf eine aktuelle Übersicht der Storchenhorste in Bayern hin. Unterteilt werden die Horste hier systematisch in „leeres Nest, einzelner Störche sowie Storchenpaar mit und ohne Nachwuchs.

Wer das Vorhaben von Peter Griegel unterstützen will, kann für das Projekt spenden:  Konto Nummer: IBAN DE81 7209 0000 0008 9764 49, Kennwort: Weißstorch Füssen

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