Dorfmuseum feiert "Tag der offenen Tür"

Das Pfannerhaus feiert 20. Geburtstag

+
Das Pfannerhaus 1903.

Roßhaupten – Als Georg Pfanner aus Sulzberg bei Kempten 1860 als Käsereigehilfe nach Roßhaupten kam, ahnte noch niemand welche Karriere er einmal machen würde. Doch bereits 1884 kaufte er das Anwesen Nr. 58, das heutige Pfannerhaus . 

Am kommenden Sonntag, 22. September, feiert das heutige Dorfmuseum mit einem „Tag der offenen Tür“ von 10 bis 18 Uhr sein 20-jähriges Bestehen.

Das Pfannerhaus trägt den Namen der Familie Pfanner, die seit etwa 1860 in Roßhaupten ansässig ist. Georg Pfanner aus Sulzberg kam als Käsereigehilfe zu Alois Haggenmiller, der eine der ersten Käsereien im Ort betrieb. Schon bald wurde Georg Pfanner Milchkäufer im Ort und baute mehrere eigene Käsereien auf. 1884 kaufte er, wie bereits erwähnt, das Anwesen Nr. 58, das heutige Pfannerhaus und baute 1895 einen Käskeller an das Gebäude an.

Nach dem Tod des letzten Besitzers, Xaver Pfanner, erwarb die Gemeinde Roßhaupten 1998 das Haus. Die Verwaltung brauchte damals dringend Platz für ein neues Feuerwehrhaus. Das alte in der Seeger Straße war inzwischen viel zu klein. Auch die Musikkapelle sollte Übungsräume erhalten und für die evangelische Gemeinde wollte man einen Raum für ihre Gottesdienste schaffen.

Das Pfannerhaus heute.

Pankraz Walk überzeugte den damaligen Bürgermeister Rudolf Zündt und die Gemeinderäte schließlich, dass im Pfannerhaus auch ein Museum für eine heimatgeschichtliche Sammlung sowie für wechselnde Ausstellungen entstehen sollte. Die Verantwortlichen beschlossen daher, dass der erhaltenswerte Wohnteil des alten Bauernhauses renoviert und Teil des Museums werden sollte. Der hintere Wirtschaftsteil sollte abgerissen und entsprechend dem Nutzungszweck neu aufgebaut werden.

Im Erdgeschoss des renovierten „Altbaus“ fand auch wieder ein Friseurgeschäft Platz. Schon vorher hatte es hier den Friseur „Warsitzka“ gegeben. Am 10. Oktober 1999, also vor 20 Jahren, weihte die Gemeinde das renovierte und teilweise neu erbaute Pfannerhaus schließlich feierlich ein. „Aus diesem Anlass veranstalten wir im Dorfmuseum einen Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt“, so Walter Altmannshofer, Vorsitzender des Verein Dorfmuseum Rosshaupten e.V. „So haben alle Gelegenheit zu sehen, welche beachtliche Dauerausstellung in den letzten 20 Jahren im Dorfmuseum aufgebaut wurde.“

Im Kellergewölbe werden im Wechsel zwei Filme gezeigt: einmal über das Fest „125 Jahre Feuerwehr 1997“, in der unter anderem Georg Kaufmann die Chronik der Feuerwehr Roßhaupten bis dahin erzählt und den Film von der „Einweihungsfeier des Pfannerhauses 1999“ (beide von Rainer Schmidt). In den Galerieräumen können unterdessen Kunstinteressierte die Ausstellung „Wasser, Feuer, Ton und Wachs“ von Heidi Riefler und Walter Felser bewundern – mit Encaustik-Vorführung um 15.30 Uhr.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Unbekannte stehlen Baufahrzeuge in Hopfen am See
Unbekannte stehlen Baufahrzeuge in Hopfen am See
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Füssen: Kosten für die Sanierung der "Sternschnuppe" steigen auf über 730.000 Euro
Füssen: Kosten für die Sanierung der "Sternschnuppe" steigen auf über 730.000 Euro
Michaela Waldmann will Bürgermeisterin von Pfronten bleiben
Michaela Waldmann will Bürgermeisterin von Pfronten bleiben

Kommentare