Unfall bei Buchinger Viehmarkt

Unfall überschattet Viehmarkt

Rettungssanitäter und Notarzt parken dort, wo eigentlich das Vieh verkauft werden sollte. Nach dem Unfall wurde der Viehmarkt abgebrochen. Foto: Sommer

Halblech – Ein tragischer Unfall hat am Montag den Viehmarkt in Buching überschattet und beendete. Eine der Vorreiterinnen wurde am Festplatz von ihrem scheuenden Pferd abgeworfen und überrannt. Die 34-Jährige wurde mit schweren inneren Verletzungen ins Klinikum Kempten geflogen.

Es ist fünf Minuten vor 10 Uhr. Die ersten geschmückten Rinder sind am Eingang zum Viehscheidplatz im Halblecher Ortsteil Buching, als sich auf dem Platz dramatische Szenen abspielen. Einer der vier Kaltblüter der zweiten Vorreitergruppe, die aus je zwei Reitern und Reiterinnen besteht, ist unruhig. Die Reiterin kann es nur mit Mühe unter Kontrolle halten. Schließlich wird auch das daneben gehende Pferd unruhig und steigt, stellt sich also auf die Hinterbeine, dabei wirft es seine Reiterin ab. Durch die Bewegung kippt das Pferd nach hinten über und begräbt seine Reiterin unter sich. 

Zu diesem Zeitpunkt marschieren die ersten Kühe auf den Festplatz, noch haben die Musiker, die vorausgegangen sind, nicht mitbekommen, was sich hinter ihnen abspielt. Als das Pferd wieder auf die Beine kommt,  überrennt es seine Reiterin, wobei die schweren Hufe die junge Frau vor allem am Kopf treffen. Die Ostallgäuerin erleidet laut Polizei schwere innere Verletzungen. 

Ansprechbar bleibt die Frau liegen, presst die Hand vor Schmerzen gegen Kopf und Ohr, als die ersten Helfer zu ihr eilen. Feuerwehrkräfte verständigen die beim Festzug bereitstehenden Sanitäter, auch der Notruf wird gewählt. Mit bei den Ersthelfern ist der ortsansässige Mediziner Dr. Rainer Karg, der sich um die Verletzte kümmert, die mit einem Stiffneck auf der Schaufeltrage immobilisiert wird und Infusionen erhält. 

Unmittelbar nach dem Unfall ist auch die Musik verstummt, der Einzug der Rinder, die traditionell auf dem Buchinger Viehmarkt, dem einzigen im Allgäu verkauft werden sollen, wird abgebrochen. Etwa eine Viertelstunde nach dem Unfall treffen fast zeitgleich der Notarzt aus Füssen und der Reuttener Rettungshubschrauber am Viehmarktareal ein. Fast eine Dreiviertelstunde behandeln  die Ärzte und Sanitäter die junge Frau im bereitstehenden RTW, ehe sie mit dem Hubschrauber in das Klinikum nach Kempten geflogen wird. 

Ersten Aussagen der Polizei zufolge erlitt die Reiterin, die als erfahren galt, schwere innere Verletzungen, zudem Blessuren am Kopf. Warum das Pferd scheute, ist laut Polizei derzeit unklar. gau

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