Kutschperde gehen durch – 16 Personen werden verletzt, zwei davon schwer

Pferdekutschen prallen in Pfronten zusammen

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Symbolfoto: Um die hundert Einsatzkräfte und drei Hubschrauber waren nach dem Kutschenunfall in Pfronten-Kappel vor Ort.

Pfronten – 16 Personen, darunter Kinder, Jugendliche und Senioren, sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einem Unfall mit zwei Pferdekutschen in Pfronten-Kappel verletzt worden, wie die Polizei berichtet. Eine Kutscherin und ein Fahrgast zogen sich schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen zu.

Die Kutschen, mit denen Urlaubsgäste aus ganz Deutschland einen Ausflug machen wollten, waren nach Angaben der Polizei hintereinander auf einem Feldweg zwischen der Staatsstraße 2520 und der Außerfernbahn unterwegs. Nachdem die erste Kutsche vom Teer- auf den gekiesten Feldweg abgebogen war und vor einem unbeschränkten Bahnübergang anhielt, folgte die zweite Kutsche. 

Beim Übergang vom Teer- auf den Kiesweg, bei dem die Kutsche einen Höhenunterschied von ca. elf Zentimeter überwinden musste, schrammten jedoch die hochgefahrenen Kufen der Kutsche über den Boden. Dieses Geräusch erschreckte aller Wahrscheinlichkeit nach eines der Pferde, so dass beide durchgingen, erklärte Edmund Martin, Leiter der Polizeiinspektion Füssen auf Nachfrage des Kreisbote. 

Rückenlehne durchstoßen

Als die Kutsche anschließend in einer Kurve umkippte, wurden alle neun Fahrgäste und die Kutscherin herausgeschleudert. Anschließend richtete sie sich wieder auf und rammte die wartende Kutsche. Dabei durchstieß die Deichsel die Rückenlehen der wartenden Kutsche. Durch die Wucht des Aufpralls wurden auch hier alle zehn Fahrgäste und der Kutscher aus dem Gefährt geschleudert, so Martin. 

16 Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Die meisten zogen sich leichte- bis mittelschwere Verletzungen zu. Die Kutscherin und ein Fahrgast mussten jedoch mit schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. Die Pferde blieben dagegen unverletzt. 

Glück im Unglück

Insgesamt hatten die Fahrgäste aber Glück im Unglück, erklärte Martin. Gerade bei dem Zusammenprall beider Kutschen hätte „wesentlich mehr passieren können“, so der Füssener Polizeichef. 

Um die hundert Einsatzkräfte, darunter 35 Sanitäter, fünf Notärzte, 15 Polizeibeamte und Feuerwehrmänner aus Pfronten und Nesselwang sowie drei Rettungshubschrauber waren anschließend vor Ort. Da der Unfallort nahe der Bahnlinie lag, musste diese für ca. drei Stunden gesperrt werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Einschaltung eines Gutachters an. Die Verkehrspolizeiinspektion Kempten ermittelt zudem wegen fahrlässiger Körperverletzung.

kk

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