Das Ende einer Odyssee

Pflach: Nach zwei Jahren fällt Startschuss für das neue Gesundheitszentrum

Pflach Gesundheitszentrum Spatenstich.
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Nach zwei Jahren Planung startet das Bauvorhaben jetzt schwungvoll mit dem symbolischen Spatenstich.

Pflach – Spatenstich für ein großes Projekt in der Gemeinde Pflach: In den nächsten eineinhalb Jahren entsteht beim „Innovationszentrum“ ein neues Gesundheitszentrum mit 13.000 Kubikmetern umbautem Raum. Die Kosten für das Gebäude betragen 4,7 Millionen Euro, davon werden 1,7 Millionen Euro über ein Wohnbauförderungsdarlehen des Landes Tirol finanziert. Eröffnet werden soll die Einrichtung im Herbst kommenden Jahres. 

Mit dem Beginn der Bauarbeiten habe eine zweijährige Odyssee von der Änderung des Raumordnungskonzeptes über die Änderung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans bis zur Suche nach alternativ Standorten ein glückliches Ende gefunden, freuten sich die Verantwortlichen. Im nebenan liegenden „Innovationszentrum“ befinden sich bereits Praxen eines Internisten und eines Augenarztes. „Damit waren die Räumlichkeiten ausgereizt, da in dem Gebäude unter anderem auch die Gemeindeverwaltung und weitere Einrichtungen untergebracht sind“, erklärte Pflachs Bürgermeister Helmut Schönherr jetzt beim Spatenstich die Gründe für den Neubau.

Dabei griffen die Planer alte Ideen auf: bereits bei der Planung des „Innovationszentrums“ vor 25 Jahren war mit zwei Bauabschnitte geplant worden. Da seinerzeit aber nur einer ausgeführt wurde, reifte die Überlegung, jetzt auf dem Gelände die zweite Baustufe in Angriff zu nehmen, um den dringend benötigten Platz zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Wohnbaugesellschaft TIGEWOSI (Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.) als Partner wurde deshalb der Bau und Betrieb des Gesundheitszentrums Pflach beschlossen. Für die Planung zeichnet Architekt Dr. Egon Hosp verantwortlich, das Gebäude selbst wird von der Firma Strabag gebaut.

Neben Praxen für einen Psychologen und einen HNO-Arzt sind die Einrichtungen des „Sozial- und Gesundheitssprengel“ (SGS) Reutte in dem Gebäude vorgesehen. Zudem werden 24 behindertengerechte Zwei-Raum-Wohnungen entstehen.

Bürgermeister Schönherr gab beim symbolischen Spatenstich seiner Freude darüber Ausdruck, dass in einem Ort mit lediglich 1500 Einwohnern so ein ungewöhnlich großes Bauwerk entsteht. Damit werde der Facharztversorgung im Bezirk Reutte ein beträchtlicher Vorschub geleistet. „Bei einem Kontostand der Gemeinde von annähernd Null, nach der Finanzierung von Nahversorgung und Dorfplatz, ist es gelungen, dieses Projekt in Zusammenarbeit mit Behörden, der Bezirkshauptmannschaft und dem Land Tirol zu realisieren“, betonte das Gemeindeoberhaupt und dankte allen für ihre Hilfe beim Zustandekommen des Gesundheitszentrums. Dieses soll nach Stand der Planung im Herbst 2022 seiner Bestimmung übergeben werden.

ed

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