EV Pfronten bleibt ganz unten

Indians und Pirates: Was sich nach einem Motto für einen Faschingsball anhört, war das Restprogramm der Falcons in der Vorrunde der Bayernliga 2009/10. Und in beiden Begegnungen ging es für die Teams um die goldene Ananas, denn neben Pfronten müssen auch die Mannschaften aus Memmingen und Buchloe in die Abstiegsrunde, die am morgigen Freitag, 12. Februar, wie auch die Play-offs, beginnt. Verloren die Falcons das Gastspiel beim ECDC Memmingen noch klar mit 3:9, entpuppte sich das Heimspiel am Sonntag gegen die Pirates des ESV Buchloe als schön anzusehendes Eishockeyspiel, bei dem alles geboten wurde.

Der EVP, mit einigen neuen Spielern, zum Beispiel die ehemaligen DEL-Profis Marco Rentzsch und Harald Waibel oder Pfrontens Allzweckwaffe Sven Friedl, begann forsch und erspielte sich gleich ein paar Chancen. In der 9. Minute war es dann Adrian Hack, der den ersten Treffer für die Hausherren erzielte. Buchloe schien leicht verunsichert, kam das ein oder andere Mal vors Pfrontener Tor, jedoch hielt der gut aufgelegte Peter Klammsteiner seinen Kasten sauber. Pfronten spielte weiter frech und ärgerte den Ostallgäuer Konkurrenten aus Buchloe. Auch ein Lattentreffer der Pirates ließ die Falcons völlig unbeeindruckt. Im Gegenteil: In der 19. Minute, Buchloe mit einem Mann weniger auf dem Eis, zog Christian Haf kurz hinter der blauen Linie ab und erzielte den zweiten Treffer für die Falcons. Das zweite Drittel wurde dann etwas härter. Buchloe versuchte durch Nicklichkeiten, den Pfrontener Spielfluss zu stören. Und die Rechnung schien aufzugehen: In der 25. Minute erzielte Mayer den 1:2 Anschlusstreffer. Der ESV wurde jetzt immer stärker, was in 29. Minute den Ausgleich durch Curmann mit einem satten Schuss in Unterzahl zur Folge hatte. Damit nicht genug, in der 39. Minute gingen die Pirates zum ersten Mal in Führung. Zeck erzielte den 3:2-Führungstreffer. Das Schlussdrittel war dann geprägt von Chancen auf beiden Seiten, aber nun ließ sich auch der Derbycharakter des Spiels feststellen, es gab einige Rangeleien und dementsprechend die dazu gehörigen Strafzeiten. Jedoch zeigten sich die Unparteiischen sehr human bei der Vergabe eben dieser. Klammsteiner stark Den einzigen Treffer des Drittels erzielte in der 48.Minute Pfrontens Adrian Hack und rettete den Falcons zumindest einen Punkt. Zwar versuchte Buchloe noch, das Spiel in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden, doch Peter Klammsteiner und seine Vorderleute wussten das zu verhindern. So musste wieder einmal das Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen. Kein Glück mit Penalties Und auch dieses Mal war die Glücksgöttin den Gästen hold. Nur Pfrontens Cody Purves verwandelte seinen ersten Penalty, ehe auf beiden Seiten fünf Versuche scheiterten. Der US-Amerikaner auf Seiten des ESVB, Thomas Fortney sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung. Damit stehen dann auch die Play-off und die Play-down-Gruppen fest. Der EV Pfronten spielt mit dem Meister Schweinfurt und den beiden Vereinen ECDC Memmingen und Höchstadt in der Abstiegsgruppe A. Zum ersten Spiel müssen die Falcons am Freitag, dem 12. Februar nach nach Unterfranken zu den Schweinfurt ehe am kommenden Sonntag, 14. Februar wieder der Höchstädter EC zu Gast in der Eissporthalle in Pfronten ist. Spielbeginn ist um 17 Uhr.

Meistgelesen

"Wichtiger als der Karneval"
"Wichtiger als der Karneval"
Derblecken auf hohem Niveau
Derblecken auf hohem Niveau
Rückzug mit Ansage
Rückzug mit Ansage
Betroffene sollen mitbestimmen
Betroffene sollen mitbestimmen

Kommentare