Der Pfrontener Gemeinderat wünscht sich ein Nutzungskonzept für den Bahnhof Ried 

Bahnhof Pfronten-Ried: »Da kann man was machen!«

Bahnhof in Pfronten-Ried
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Eine Sanierung tut Not: Der Bahnhof Ried ist in die Jahre gekommen, soll aber wieder zur „Visitenkarte für den Ort“ werden.

Pfronten – Mit seiner Aussage zum Bahnhof Ried sprach Bürgermeister Alfons Haf (Pfrontener Liste) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Pfarrheim St. Nikolaus wohl vielen Pfrontenern aus dem Herzen. Bezeichnete er das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk dabei doch als „ein wahnsinnig schönes Gebäude, das erhalten werden muss“. 

Doch wie das Areal künftig genutzt werden soll, ist ungewiss. Einstimmig beschloss der Gemeinderat daher, ein Nutzungskonzept zu erstellen.

Zuvor hatte die Architektin Dorothea Babel-Rampp den 16 Ratsmitgliedern sowie zahlreichen Besuchern die Resultate einer Machbarkeitsstudie für das gesamte Areal vorgestellt, die das Gemeindeparlament vor einiger Zeit in Auftrag gegeben hatte. So bezeichnete sie den Bahnhof unter anderem als „eine Visitenkarte für den Ort.“

Der 1895 errichteten Bahnhof habe zweifelsohne eine „Bedeutung für den Ort“, die gestärkt werden müsse, erklärte Babel-Rampp. Neben dem Hauptgebäude habe man dabei auch den Kiosk, die Lagerhalle sowie den Lokschuppen genauer unter die Lupe genommen, was zum Beispiel „umfangreiche statische Untersuchungen“ oder die „Behandlung von Hausschwamm“ angeht. Darüber hinaus seien Teilabstimmungen mit dem Landratsamt Ostallgäu und dem Denkmalschutzamt erfolgt und über mögliche künftige Nutzungen nachgedacht worden, berichtete die Architektin.

Als nächste Schritte skizzierte sie die „Abklärung mit den Behörden, Machbarkeitsüberprüfung und Ermittlung des Kostenrahmens“ einer möglichen Sanierung dieses „prominenten Gebäudes in der Ortsmitte.“

Zahlreiche Schäden

Um diese ging es auch in den anschließenden Ausführungen von Dr. Bernhard Mohr, der den Zuhörern eine Substanzbewertung des Bahnhofsareals vorstellte und dabei teilweise sehr detailliert auf diverse Schäden hinwies, die die einzelnen Gebäude aufweisen. Dementsprechend habe das Bahnhofsgebäude selbst beispielsweise Risse und korrodierte Stahlträger. Das Dach der Lagerhalle befinde sich „in einem sehr schlechtem Zustand“, während der Lokschuppen unter anderem Fäulnisschäden zeige. Aber, so konstatierte Dr. Mohr auch im Hinblick auf den Kiosk: „Da kann man was machen!“

Verschiedene Optionen

Diese eindeutige Aussage dürfte nicht nur Bürgermeister Haf gerne gehört haben, der betonte, sich zu wünschen, „dass alle Gebäude in Nutzung gebracht werden.“ Diesbezüglich gebe es schließlich verschiedene Optionen, wie etwa Dr. Otto Randel (Pfrontener Liste) deutlich machte. Für ihn sei dort beispielsweise „ein Zentrum für Kultur und Events“ vorstellbar, erklärte er. Und während Peter John (SPD) erklärte, dass der Bahnhof „wieder zu einer Visitenkarte werden“ müsse, bezog sich Reiner Augsten (Unser Pfronten) mit seiner Forderung nach einem groben Konzept auf einen Aufruf Hafs. Dieser hatte gesagt: „Wir suchen Mieter für einzelne Gebäude, die sich bei der Gemeinde melden sollen!“

Dem entsprechend beschloss das Gremium einstimmig, dass auf Grundlage der vorliegenden Daten ein künftiges Nutzungskonzept für den Bahnhof Ried entworfen werden soll.

lex

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