Hoffen auf Nachfrage

Pfronten Tourismus bereitet sich auf Saison vor

Eiskeller Heimathaus Pfronten
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„Pfronten früher und heute“: So heißt eines der Angebote, mit denen Pfronten Tourismus nach dem Lockdown wieder zu einer geführten Ortswanderung mit Besichtigung des Heimathauses locken möchte.

Pfronten – Julia Fricke von Pfronten Tourismus informierte die Mitglieder des Tourismusausschusses kürzlich über die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen. Die Entwicklung der touristischen Angebote des Ortes sei von der Covid-19-Pandemie geprägt worden. Zwar sei „im Sommer extrem viel los“ gewesen, ergänzte ihr Kollege Julian Knacker, jedoch habe nicht zuletzt der erneute Lockdown Anfang November der Tourismuswirtschaft abermals einen harten Schlag verpasst. Er gab in der Sitzung außerdem einen Ausblick auf die Tourismussaison mit ihrem baldigen Beginn. 

„Nach einem vielversprechenden Start im Winter 2019/20 wurde die gute Entwicklung bei den Buchungen jäh durch den Lockdown unterbrochen“, berichtete Fricke. Die Wintersaison habe deshalb „touristisch gesehen leider nicht stattgefunden“, erklärte Fricke, dass „alle Erlebnisse wieder abgesagt und Buchungen storniert werden“ mussten. Allerdings wurde die, im Zuge der Pandemie als Ersatz für die weggefallenen Präsenzvorträge eingeführte Webvortragsreihe „Pfronten Outdoor Digital“, ausgebaut, so Fricke. Diese sei außerdem durch das neue Format der Webinterviews ergänzt worden. Auch hätten „die Besucherzahlen online im Vergleich zum Vorjahr in Präsenz gesteigert werden“ können, betonte Fricke.

Keine Informationen

Knacker brachte zum Ausdruck, dass die wirtschaftliche Situation für das Frühjahr 2021 „insbesondere für den Tourismus noch immer düster“ sei. Demgemäß gebe es für den Tourismus bisher keine Informationen, ab wann und in welchem Umfang beispielsweise „touristische Übernachtungsreisen wieder möglich sind.“ Ebenso seien bis dato „keine Informationen bekannt, über gegebenenfalls anzupassende oder neu einzuführende Hygienemaßnahmen“.

Dennoch sagte Knacker: „Wir rechnen mit einer starken Nachfrage, wenn´s Reisen wieder möglich ist.“ Daher habe man Ende Februar zum Beispiel mit der Bewerbung von Erlebnisangeboten gestartet, welche die Zahl der Online-Zugriffe und die Generierung von Buchungen steigern sollen. Mit Arbeitskreisen wolle man zudem „konkrete Maßnahmen beziehungsweise Anwendungen für den Restart“ entwickeln. Auf zahlreichen unterschiedlichen Kommunikationswegen versuche Pfronten Tourismus den Fremdenverkehr nach dem Lockdown quasi wieder richtig ins Rollen zu bringen, sagte der Mitarbeiter.

Pfrontens Tourismus leidet unter der Coronakrise

Nachdem sie in den vergangenen 15 Jahren beinahe stetig gestiegen waren, ging sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die der Übernachtungen 2020 in Pfronten drastisch nach unten. Das teilte Julian Knacker von Pfronten Tourismus bei der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses der 13 Dörfer-Gemeinde den Mitgliedern des Gremiums mit. Seine Kollegin Julia Fricke berichtete über strukturelle Änderungen im Tourismusbüro.

So seien die von der Corona-Krise ausgelösten Rückgänge bei den Ankünften mit rund 28 sowie bei den Übernachtungen mit gut 16,5 Prozent „schon erheblich“ gewesen, so Knacker. Wenn sie auch nicht so massiv ausgefallen seien, wie im bayern- und allgäuweiten Durchschnitt. Als positiv wertete er dagegen die im Vergleich vergangener zehn Jahre gestiegene Aufenthaltsdauer der Gäste. Von „fast sechs Nächten“ war dabei die Rede.

Fricke berichtete, dass Pfronten Tourismus „mit dem schwangerschaftsbedingten Weggang von Marcella Sauer“ seit Anfang März nur mit ihr selbst und Knacker als Teamleiter besetzt sei. Sie trage nun die Verantwortung für die Bereiche Produktentwicklung sowie Gästeservice. Knacker wiederum sei Leiter der Abteilung Marketing und Gastgeberservice. Die Aufgaben Sauers seien dabei „entsprechend der Zuständigkeiten auf beide Teams aufgeteilt“ worden, sagte Fricke.

Alexander Berndt

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