Rolle rückwärts

Pfrontener Gemeinderat spricht sich  doch für alte Feneberg-Planung aus

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Bei einer Enthaltung sprach sich das Gremium nun doch wieder für eine Variante des Feneberg-Neubaus aus.

Pfronten – Kommando zurück, hieß es am vergangenen Mittwochabend im Pfrontener Gemeinderat: bei einer Enthaltung sprach sich das Gremium nun doch wieder für eine Variante des Feneberg-Neubaus aus, bei der die alte Post erhalten bleibt.

Vom Tisch ist damit ein erst vor vier Wochen gefasster Beschluss, der eine andere Lösung vorsah, die womöglich aber ein langes juristisches Tauziehen nach sich gezogen hätte.

Nach einigen Diskussionen des vollzählig erschienenen Gremiums unter Vorsitz von Bürgermeister Alfons Haf (Pfrontner Liste) vor zahlreichen Besuchern im Pfarrheim St. Nikolaus votierten die Kommunalpolitiker bei einer Enthaltung schließlich doch wieder für eine Variante, für die die Verwaltung im vergangenen November bereits ein Bauleitverfahren eingeleitet hatte. Dieses soll laut Beschluss nun fortgesetzt werden. Auch damit könne man nun nach Hafs Ansicht „zu einem sehr guten Ergebnis kommen.“ So nahm der Gemeinderat wieder Abstand von einem kurz vor der Juni-Sitzung von einem Pfrontener Bürger eingereichten Entwurf, der vor allem dem Kemptener Unternehmer Christof Feneberg „große Bauchschmerzen“ bereitet hatte. Feneberg reagierte daher sehr erleichtert auf die jüngste Entscheidung, die er mit den Worten kommentierte: „Nun sehe ich wieder eine Zukunftsperspektive für uns in Pfronten.“

Tiefgarage soll kommen

Anders als bei der bis vor Kurzem noch vom Gemeinderat bevorzugte Variante sieht die neue alte Planung für die Errichtung des Lebensmittelmarktes jetzt den Abriss eines benachbarten Mehrfamilienhauses vor, das der VR-Bank gehört, die das Gebäude laut eines eindeutigen Vorstands-Beschlusses nicht länger erhalten möchte. Das Gebäude der alten Post an der Allgäuer Straße darf dagegen jetzt doch auch weiterhin stehen bleiben. Im Gegensatz zu den kürzlich noch getätigten Überlegungen der Kommunalpolitiker pochten diese bei der neuen, alten Variante aber darauf, dass der neue Bau mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche für Feneberg zweigeschossig errichtet werden soll. Außerdem bestehen die Kommunalpolitiker laut Beschluss jetzt auf den Bau einer Tiefgarage.

"Guter Kompromiss"

Vorangegangen waren dieser Entscheidung allerdings teils jahrelange Erörterungen, die am vergangenen Mittwochabend aber einhellige Meinungen unter den Pfrontener Kommunalpolitikern zutage förderten. So sprach sich beispielsweise Dr. Otto Randel (Pfrontner Liste) genauso für die jetzt abgesegnete Varinate aus, da man „einen Frequenzbringer in die Mitte setzen“ müsse, wie Dr. Alois Kling. Der CSU-Gemeinderat plädierte: „Es ist inzwischen viel Zeit vergangen und wir müssen eine attraktive Lösung für Einheimische und Gäste finden. Deswegen sollten wir Variante eins auf den Weg bringen!“ Das sah auch Ratsmitglied Peter John (SPD) ähnlich, der erklärte, dass man jetzt „einen guten Kompromiss“ habe.

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