"Jeder einzelne ist ein Gewinner"

Nach zwei Jahren Pause lockt das Schalenggen-Rennen am Faschingssamstag nach Pfronten

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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.
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Für jede Menge Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern an der Piste sorgen die teilweise bunt kostümierten Teams mit ihren Einlagen. Manch spektakulärer Sturz endet zum Glück ohne ernsthafte Verletzungen.

Pfronten – Am Samstag war es nach zwei Jahren Pause wegen Schneemangels wieder soweit: Jung und Alt war unterwegs zum 31. Schalenggen-Rennen auf der „alten Schalengger Bahn“.

An der war von der Beschaffenheit her nichts geändert worden – lediglich auf einen Kilometer verkürzt hatten die Veranstalter sie. An Kurven oder heiklen Passagen büßte die teilweise recht anspruchsvolle Strecke dadurch aber nichts ein. „Eine absolute Herausforderung für alle Fahrer“, beschreibt Hanne Allgayer, 1. Vorstand des Schalenggen Vereines Pfronten-Kappel, den Charakter und den Schwierigkeitsgrad der traditionsreichen Strecke. 

Das „Schalenggen Rennen“ in Kappel entspringt einer alten Tradition. Nach einer erfolgreichen Ernte im Sommer beförderten die Bauern früher Holz und Heu mit ihren hölzernen Hörnerschlitten, ihren „Schalenggen“, ins Tal. Eine zum Teil waghalsige und nicht ganz ungefährliche Aktion. Diese wird heute noch durch das traditionelle „Schalenggen Rennen“ verkörpert. „Es ist mir sehr wichtig dieses Brauchtum so authentisch wie möglich zu erhalten und darzustellen“, erzählt Hanne Allgayer. Auch ist es ein Muss, das Schalenggen Rennen am Faschingssamstag zu veranstalten. „So kann jeder kommen wie er will – ob maskiert, in Tracht oder in zivil“, sagt sie. 

Damit das Rennen stattfinden kann, braucht es natürlich grundsätzlich Schnee, aber auch Jahr für Jahr viele ehrenamtliche Helfer. Rund 130 Mitglieder zählt der Verein der „Kappeler Schalenggar“. „Alle leben für diesen Tag und helfen mit, darüber hinaus der gesamte Ort, sonst wäre die Umsetzung in diesem Umfang nicht möglich“, sagt Allgayer sichtlich stolz auf ihre gesamte „Mannschaft“. 

Mehr als 160 Schlitten gingen dieses Jahr an den Start. Da auf jedem Schlitten ein Lenker und ein Bremser saßen, waren ca. 320 Teilnehmer im Alter von 16 bis 80 Jahren mit dabei. Einheimische, „Schalenggar“ aus dem Umkreis, aber auch Teilnehmer aus Österreich oder der Schweiz gingen an den Start. 18 Damen- und 142 Herrenteams wollten es wissen und fieberten darauf hin, dass es endlich 12 Uhr wird. „Alle fahren auf Sieg – und jeder einzelne ist ein Gewinner“, so die 1. Vorsitzende der Kappeler Schalenggar.

Unter den Teilnehmern waren auch prominente Gäste wie zum Beispiel die zwei Bürgermeisterinnen aus Pfronten und aus dem benachbarten Schattwald, Michaela Waldmann und Wally Wiedemann, oder der katholische Pfarrer für die Gemeinde Pfronten-Nesselwang, Werner Haas. Auf „Originalern“ fuhren sie selbst – oder mit – und beförderten wie damals einen Ballen Heu ins Tal. 

Spektakuläre Stürze

Für die zahlreichen Zuschauer war das Spektakel ein Highlight. Spektakuläre, aber ungefährliche Stürze samt lustiger Einlagen sorgten für Stimmung unter den Anwesenden. Jeweils mit einem Pokal geehrt wurden die ersten fünf Gewinner der Damen- und der Herrenteams. Als erster kam bei den Damen das Team die „Kappeler Föla“, Vreni Haslach und Lea Mayr aus Kappel, mit einer Zeit von 1:05,49 Minuten ins Ziel. Zweiter wurde das Team „mein Lieblingsteam“, Vreni Lotter und Miriam Strömer aus Weißenbach, mit einer Zeit von 1:05,76 Minuten. Als Dritte erreichte das Team „Kraftalbürstenblech“, Angelika Maier und Carolin Bräckle, mit einer Zeit von 1:06,89 Minuten das Ziel. Den vierten Platz verzeichnete das Team „Oma Föla“, Angelika Keller und Christina Stadelmann aus Kappel, in 1:11,45 Minuten. Fünfter wurden die „Wilde Goaßa“, Angelika Linder und Katja Linder aus Hopferau, mit 1:12,44 Minuten.

Zufriedene Allgayer

Bei den Herren kam das Team „Boi-Het“, Andreas Fackler und Robert Steiner aus Böhen, mit einer Bestzeit von 0:47,91 Minuten ins Ziel. Zweiter wurde das Team „dr Narzissar und sei Helfar“, Josi Metz und Niklas Heiß, mit einer Zeit von 0:48,36 Minuten. Das Team „Schopf-Bola“, Stefan Hermann und Simon Hauber, aus Stiefenhofen erreichte mit einer Zeit von 0:49,77 Minuten als Dritter das Ziel. Den vierten Platz belegte das Team „bassiert halt“, Stefan Wolf und Lukas Czesch, aus Weitnau mit einer Zeit von 0:49,87 Minuten. Schlusslicht und damit Fünfter wurde das Team „Boi-Het“, Markus Schmalholz und Herbert Müller aus Böhen, mit einer Zeit von 0:50,04 Minuten. Des Weiteren gab es für alle Teilnehmer einen kleinen Preis. Die Schnapszahlen und der „Letzte“ erhielten ebenfalls einem Pokal. 

„Wir sind glücklich und zufrieden darüber, dass alle Fahrer und Schalenggar unverletzt und heil ins Ziel gekommen sind und die Veranstaltung reibungslos und unfallfrei über die Bühne gehen konnte“, freute sich Hanni Allgayer. Dies sei aber gar nicht verwunderlich, denn wie sagen alle so schön: „Pfronten ist eben anders“.

ce

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