Hoffen auf genügend Unterschriften

"unserpfronten" will den Wechsel

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Die acht Gemeinderats-Kandidaten von „unserpfronten“ um Günter Birner (hinten, v.l.), Konstantin Sichert, Engelbert Nöß, Elke Fritsch, Magdalena Erhart, Brigitte Hartmann sowie Reiner Augsten (vorne, v.l.), Hubert Haf.

Pfronten – Mit acht Kandidaten für den Gemeinderat wird „unserpfronten“ in die Kommunalwahl am 15. März gehen. „Dies ist zwar lange nicht die maximale Möglichkeit, aber immerhin ein Kandidat mehr als zur letzten Wahl“, freute sich Vorsitzender Reiner Augsten.

Auf einen eigen Bürgermeister-Kandidaten verzichtet die Vereinigung, da sie Alfons Haf von der „Pfrontner Liste“ unterstützt. Jetzt benötigt „unserpfronten“ bis zum 3. Februar 120 Unterschriften von Unterstützern, um für die Wahl zugelassen zu werden. Hintergrund ist, dass „unserpfronten“ durch einen tragischen Todesfall zuletzt nicht mehr im Gemeinderat vertreten war. 

Diese Unterschriften müssen im Bürgerbüro des Rathauses abgegeben werden. „Jeder, der für eine aktiven Wechsel der obersten Stelle im Rathaus ist, und endlich den Stillstand in Pfronten beenden will, sollte eine Unterstützerstimme im Rathaus abgeben“, appelliert Vorsitzender Augsten, „denn nur gemeinsam mit der Pfrontener Liste und der SPD können wir einen Wechsel schaffen“. 

Neben den Kandidaten verständigten sich die Anwesenden auch auf die Ziele für die Arbeit im Gemeinderat. Angestrebt wird demnach eine „echte Bürgerbeteiligung“. Vier Bürgerversammlungen im Jahr seien ein guter Ansatz, um dies zu realisieren. Dies sollten allerdings keine Veranstaltungen sein, bei denen die Zuhörer nicht durch theoretische Zahlen müde gemacht werden, sondern bei denen die Bürger aktiv über Projekte und Wünsche gefragt werden. 

Gegen "Heimlichtuerei"

Außerdem kritisiert „unserpfronten“, dass vier bis sechs Wochen auf einen Termin im Bürgermeisteramt gewartet werden müsse. Das laufe in den Nachbargemeinden besser. Die Gruppierung vertritt außerdem die Ansicht, dass eine „Heimlichtuerei“ bei Planungen und Entscheidungen eine stillschweigende Entmündigung der Bürger darstellt. So etwas trage „unserpfronten“ nicht mit. 

Darüber hinaus fordern die Kandidaten eine strenge Kontrolle bei Baumaßnahmen zur Eindämmung von Zweitwohnungen sowie die Verwendung der Zweitwohnungssteuer für den kommunalen Wohnungsbau. 

Weitere Ziele von „unserpfronten“ sind die Wiedereinführung des Ortsbusse sowie der zügige Neubau des Fenebergmarktes müsse gewährleistet sein. „Pfronten kann es nicht hinnehmen, dass 38 Arbeitsplätze, das Postamt und die Steuereinnahmen aus dem Markt verloren gehen“, heißt es. 

Diesen Punkt habe Bürgermeisterin Michaela Waldmann verschlafen. Dringend müsse zudem die Sanierung des Straßennetzes angegangen werden. Dazu gehörten vor allem die Straße Weißbach-Röfleuten und die Achtalstraße. Letztere sollte dem Landkreis übergeben werden, um Pfronten zu entlasten. 

Um Schaffung von „Betreutem Wohnen“ und einem Seniorenkonzept müsse sich darüber hinaus ebenso gekümmert werden wie um Wohnbau- und Gewerbegebiete. 

Viele offene Baustellen 

Dazu kommen nach Ansicht der Kandidaten noch weitere offene Baustellen wie das Alpenbad oder der Sonnenplatz aufführen, was zu einem Resümee führt, dass sehr wenig in den vergangenen sieben Jahren getan worden sei. 

Die Mitglieder der Vereinigung fragen sich daher fragen, wo der erfolgreiche Weg liege, den die CSU und „Aktiv für Pfronten“ für die Bürgermeisterin reklamieren. Abschließend betonten die Anwesenden erneut, dass sie geschlossen hinter dem Bürgermeisterkandidaten Alfons Haf von der „Pfrontner Liste“ stehen.

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