Das erste Jahr ging schnell vorbei

Pfarrer Bernd Leumann, Bürgermeisterin Michaela Waldmann und Pfarrer Andreas Waßmer stoßen auf das neue Jahr an. F: nis

Pfronten – Eine positive Bilanz ihrer ersten Amtszeit hat kürzlich Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann beim Neujahrsempfang im Pfarrheim St. Nikolaus gezogen. Der Einladung der Gemeinde und beider Kirchen waren zahlreiche Bürger und Vertreter der französischen Partnergemeinde Thoiry gefolgt.

Schnell sei das Jahr vergangen, die Pfrontener Bürger hätten sich in einen Dialog mit ihr begeben und aktiv an der Entwicklung der Gemeinde mitgearbeitet, sagte Waldmann. Die Wirtschaft in Pfronten könne durchaus zufrieden sein, die Auftragsbücher der mittelständischen Unternehmen und Betriebe seien gut gefüllt gewesen. Überwältigenden Einsatz hätten die Pfrontener mit Spenden bei der Sanierung des Kirchturms St. Nikolaus gezeigt, so Waldmann weiter. Lebenswert mache Pfronten auch das Engagement der Bürger unter anderem im Ehrenamt gemeinnütziger Institutionen, wie dem TSV Pfronten, der heuer sein 100. Bestehen feiert.

Im Ausblick auf 2014 ist Pfrontens Bürgermeisterin stolz, „dass ein kaum für möglich gehaltenes Großprojekt zur Stärkung der Landwirtschaft begonnen werden kann: Die Flurneuordnung in den Ortsteilen Rehbichl und Kappel“. Zu den im März anstehenden Kommunalwahlen freue sie sich, dass Bürger bereit sind die Gemeinde aktiv mitzugestalten, Verantwortung für die 13-Dörfer-Gemeinde übernehmen wollen und sich deshalb zur Wahl stellen. Sie selbst werde auf der Liste der CSU-Ostallgäu für den Kreistag kandidieren, um die Belange der Gemeinde dort einzubringen, aber auch die Ostallgäuer Ideen nach Pfronten zu bringen und mitzugestalten, was der Gemeinde in der Weiterentwicklung hilft. 

Die Pfarrer beider Konfessionen übten sich in „ökumenischer Improvisationskunst“ und widmeten sich in ihrer gemeinsamen Ansprache dem „rasenden Stillstand“. Die Jagd von Termin zu Termin, die Abarbeitung vieler to-do-Listen ließen dem Einzelnen kaum noch Zeit, sich um sich selbst zu kümmern. Sie appellierten, die Sonntagskultur nicht einschlafen zu lassen, sondern sie zu nutzen, den persönlichen Stillstand aufzuhalten. 

Wie schon zuvor Michaela Waldmann, dankten Pfarrer Bernd Leumann und Andreas Waßmer denen, die sich in der Gemeinde um Senioren kümmern. Dank ihnen könnten Menschen in Würde alt werden. Besonders im Umgang mit Menschen, die nichts mehr zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes beitragen können, zeige sich wie menschlich, ja christlich eine Gesellschaft sei. Dabei forderten sie bei der professionellen Betreuung alter Menschen nicht das Geld in den Vordergrund zu stellen, sondern die Würde und Menschlichkeit. jl

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