Herausforderer für Bürgermeisterin Waldmann

Alfons Haf will ins Pfrontener Rathaus

+
Alfons Haf will Bürgermeister von Pfronten werden.

Pfronten – Die „Pfrontner Liste” wird Alfons Haf ins Rennen um das Pfrontener Rathaus schicken. Das haben Vorstand und Fraktion jetzt entschieden, und in der Jahresversammlung bekannt gegeben.

Haf soll unter dem Motto „Für Pfronten“ gegen Amtsinhaberin Michaela Waldmann antreten. Dicht gedrängt saßen Besucher und Mitglieder im Veranstaltungsraum, als der 1. Vorsitzende Sebastian Nöß im Rahmen der Jahresversammlung seinen Rechenschaftsbericht abgab. Die Spannung stieg, als er unter dem Motto: „Für Pfronten“ mitteilte: „Vorstandschaft und Fraktion der Pfrontner Liste haben einstimmig beschlossen, für die Wahl zum ersten Bürgermeister einen eigenen Kandidaten aufzustellen – Alfons Haf.“ 

In seiner Vorstellungsrede nannte Haf „Interesse und Verantwortung“ als Beweggründe. Er wolle mehr gemeinsam voranbringen, intensiver die Bürgerinnen und Bürger beteiligen und Ziele aktiver verfolgen. Ohne jetzt schon in den Wahlkampf einsteigen zu wollen, griff er als Beispiel die Umsetzung des Seniorenkonzepts auf. Insbesondere bestehe seit Jahren dringender Handlungsbedarf bei den Themen „ambulant betreutes Wohnen“ und „Tagespflege“, auch zur Entlastung pflegender Angehörigen. 

Haf erinnerte an den Bürgerentscheid 2010, bei dem mit zwei Drittel Mehrheit unter anderem mit diesem Argument der Bau eines Feneberg-Marktes auf dem ehemaligen TSV-Gelände verhindert wurde. Der Boden sei kürzlich an die Genossenschaft BSG Allgäu verkauft worden und werde derzeit neu überplant. Nur für kurze Zeit öffne sich damit ein Zeitfenster, in dem man die Chance hätte, durch Gespräche mit dem Eigentümer diese Ziele erfolgreich wieder aufzugreifen. 

Genug große Häuser

Unter Hinweis auf die Begehung des Bahnhofgeländes durch die Pfrontner Liste vor einigen Tagen (der Kreisbote berichtete), stellte Andi Vogler Vorschläge für den Busbahnhof und die Nutzung des gesamten Areals vor und verteilte Kopien von drei Varianten. 

Gemeinderat Dr. Otto Randel warf ein, der Bahnhof sei als industrie-kulturelles Zeugnis bedeutsam, werde aber auch in Zukunft für den Öffentlichen Personennahverkehr als auch für die Anbindung an das elektrifizierte Österreichische Bahnnetz wieder bedeutsamer werden. 

Auf das Bauen in der 13-Dörfer-Gemeinde ging Josef Steiner ein. „Große Häuser haben wir genug“, mahnte er und schlug vor, die Zweitwohnungen höher zu besteuern. „Wir wollten zwölf und vierzehn Prozent, bezogen auf den Mietertrag, beschlossen wurden nur zehn“, kritisierte er. Man müsse Wohnraum und Baugelände auch für den Normalverdiener schaffen. 

Abschließend stellte Dr. Randel noch einen Korridor für eine mögliche Entlastungsstraße vor. „Wir müssen zuerst den Schwerverkehr aus dem Zentrum bringen, bevor dort mehr Aufenthaltsqualität und Attraktivierung geplant und realisiert werden können“, erläuterte das Ratsmitglied und verteilte eine Planskizze dazu.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Anzahl der Autos am Fernpass steigt
Anzahl der Autos am Fernpass steigt
Wengert schlägt Ticketbegrenzung für Reisegruppen auf Schloss Neuschwanstein vor
Wengert schlägt Ticketbegrenzung für Reisegruppen auf Schloss Neuschwanstein vor
Polizei und Verkehrsüberwachung kontrollieren ab Montag verstärkt Radler in Füssen
Polizei und Verkehrsüberwachung kontrollieren ab Montag verstärkt Radler in Füssen
Viele Einheimische und Gäste besuchen das Stadtfest Füssen
Viele Einheimische und Gäste besuchen das Stadtfest Füssen

Kommentare