Pikantes aus der Puszta

Die „Maulaufreißer“ Uli Köpf (v.l.), Seppi Schweiger und Thomas Heiserer kochen auf der Bühne ein scharfes Süppchen. Foto: lex

Wenn auch nicht ganz so pompös wie bei „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“, so ging es doch hoch her beim jüngsten „Gunglhos“ des Schwangauer Faschingsvereins im Kurhaus Schwangau, der unter dem Motto stand: „Ungarn – Leben in der Puszta.“ Ähnlich wie beim berühmten Pendant im Rhein-Main-Gebiet war auch die Stimmung am Lech unter den mehreren hundert Närrinnen und Narren, die den Saal fast bis auf den letzten Platz füllten, ausgelassen und fröhlich. Die zahlreichen Darsteller auf der Bühne boten ein knapp fünf Stunden langes buntes Programm voller Witz und Musik.

Musikalisch zusätzlich von der Gruppe „Shakes-Bier“ unterstützt, entzündete der Schwangauer Faschingsverein unter seinem 1. Präsidenten Wolfgang Heinzler dabei nicht nur ein Puszta typisches Lagerfeuer, sondern geradezu ein Feuerwerk an Sketchen und Einlagen ab, das das Publikum mit zunehmender Dauer mehr und mehr in Faschingslauneversetzte. Und während ein von „Hofnarr“ Thomas Heiserer moderierter Höhepunkt auf den anderen folgte, hielt das Prinzenpaar, Ihre Lieblichkeit Prinzessin „Barbara II.“ (Barbara Sepp) und Seine Tollität Prinz „Michael I.“ (Michael Höß), an dem Abend gunstvoll Hof. Neben den vielen pointierten „Spitzen“ in Richtung Lokalpolitik, mit denen die „Gunglhösler“ auch immer wieder in Richtung des Schwangauer „Vororts Füssen“ zielten, riefen mehrere musikalische Highlights kräftig den Beifall der Zuschauer hervor. Wie etwa die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kapelle, der John Westerdoll mit seiner Geige noch die richtige ungarische Würze gab. Eher laute Lacher auf ihrer Seite hatten dagegen unter anderem die „Wahrsagerinnen“ Steffi Perkmann, Isa Müller, Anke Schafflhuber und Andrea Mahler, die der Nachbargemeinde Füssen die Leviten lasen, und die „Maulaufreißer“ Uli Köpf, Seppi Schweiger und Thomas Heiserer, die eine mit Anekdoten aus dem Dorfleben pikant gewürzte Gulaschsuppe anrührten. Ludwig II. singt Viel Applaus ernteten aber auch die Kinder- sowie die Jugendgarde und die „Flummis“, die mit bunten Tanzeinlagen ihr Können zum Besten gaben und unterhielten. Mehrmals mit Ovationen bedacht wurde sogar Philipp Sattelberger alias „König Ludwig II.“ mit seinen stimmgewaltigen Gesangsdarbietungen im Stile eines Musicalstars, bevor es zum Finale ging, in dem es schließlich hieß: „So schia isch Schwoga.“ Puszta hin, Puszta her.

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