Im Gespräch über Architektur

Vorstellung in Füssen: Neues Buches stellt beispielhafte Baukunst im Allgäu vor

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Präsentation vorbildlicher Projekte: Franz Schröck mit dem neuen Buch „Architektur im Allgäu“.

Füssen – Ganz gehörig die Werbetrommel für die Baukunst allgemein und für die Baukunst im Allgäu speziell rührten kürzlich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion in der Orangerie im ehemaligen Kloster St. Mang.

Im Rahmen der Präsentation des Buches mit dem eher unspektakulären Titel „P059-P117, Architektur im Allgäu 2006-2015“ redeten dabei mehrere Gäste einer bewussteren Baukultur das Wort. Einer davon war der Füssener Bürgermeister Paul Iacob (SPD), der in seiner Begrüßungsrede vor rund 40 Besuchern nicht nur seinen Dank dafür aussprach, dass das Architekturforum Allgäu Füssen als „sechste Station dieser Buchvorstellung“ ausgewählt habe. 

So drückte der Rathauschef darüber hinaus seinen Wunsch danach aus, „dass sich die Bevölkerung mehr mit Architektur befassen möge.“ Damit dürfte Iacob neben dem Geschäftsführer des Architekturforums Allgäu, Franz Schröck, vor allem auch Andreas Flora und Dr. Alexander Pfanzelt aus dem Herzen gesprochen haben, die insbesondere von neuer Architektur vermehrt Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Umwelt einforderten. 

Demnach solle modernes Bauen unter anderem ein Gefühl für den Ort entwickeln, an dem es stattfinde, wie Flora unterstrich. Der in Südtirol lebende Architekt, der zudem als Dozent an der Universität Innsbruck tätig ist, gehörte der internationalen Jury an, die aus den rund 340 eingegangenen Bewerbungen für den neuen Architekturführer die insgesamt 58 nun darin präsentierten Projekte ausgewählt haben. Besondere Projekte In einem eigenen Vortrag stellte Flora den Zuschauern darüber hinaus zwei besondere Projekte in Südtirol vor, die seine Vorstellungen des Begriffes „Baukultur“ eindrücklich veranschaulichten. 

Exemplarisch berichtete er dabei sowohl über den Bau eines Musikpavillons in St. Martin als auch die sorgfältige Sanierung des historischen Gasthauses „Zum grünen Baum“ in Glurns, die Floras Idee von Baukultur als „etwas, das über das heutige, schnelllebige Verständnis von Bauen hinausgeht“, dokumentieren. 

Neben den beiden Architekten Flora und Pfanzelt diskutierte auch Claudia Knörle vom Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau auf dem Podium angeregt über Baukunst. Die als Kulturvermittlerin tätige, studierte Historikerin und Archäologin freute sich darüber, dass es das 2011 eröffnete Museum als eines von wenigen Ostallgäuer Bauwerken in den Architekturführer geschafft hat. Zugleich sprach sie sich nachdrücklich allgemein für „gut durchdachte Lösungen“ in der Architektur aus, nachdem sie dem Publikum das Ausstellungshaus am Ufer des Alpsees ausgiebig vorgestellt hatte. 

Vorbildliche Bauten

In einer vom Band musikalisch untermalten Lichtbilder-Präsentation bekamen die Besucher der Vorstellung neben dem Wittelsbacher-Museum unter anderem aber auch den Bürgerbahnhof von Leutkirch, das Stadtmuseum Kaufbeuren und die Talbrücke Enzenstetten als vorbildliche Projekte zu sehen, die in der Sammlung „Architektur im Allgäu 2006-2015“ aufgeführt sind. 

lex

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