Plansee Group sieht sich trotz Umsatzrückgangs für die Zukunft gut aufgestellt

Plansee bleibt auf Kurs

Vorstand Plansee
+
Die beiden Vorstände des Unternehmens, Mag. Karlheinz Wex (links), und Dr. Wolfgang Köck blicken zuver5sichtlich in die Zukunft des Unternehmens.
  • VonHans Nikolussi
    schließen

Reutte/Breitenwang – Mit der Übernahme der Mehrheit an Ceratizit und einer Neuorganisation des Gruppenportfolios sieht sich die Plansee Group im 100. Jahr ihres Bestehens gut aufgestellt. Rechtzeitig zum „100er“ schlägt Plansee damit ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf. Die schwache Nachfrage aus Schlüsselindustrien führte im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 allerdings zu einem Umsatzrückgang von sechs Prozent, wie das Unternehmen jetzt in der Jahrespressekonferenz in Reutte bekannt gab.

Auch im 100. Jahr ihres Bestehens (der Kreisbote berichtete) informierte die Plansee Group wie gewohnt im Rahmen einer Jahrespressekonferenz über die Zielsetzungen und Aussichten des Unternehmens. Die beiden Vorstände Karlheinz Wex und Wolfgang Köck blickten dabei auch auf das abgelaufene Geschäftsjahr aus Sicht des größten Arbeitgebers im Bezirk Reutte zurück. „Wir haben eine der größten Krisen in unserer Unternehmensgeschichte, die Coronapandemie, erfolgreich bewältigt“, sagte Vorstrands-Sprecher Karlheinz Wex. „Gleichzeitig hat sich im 100. Jahr unseres Bestehens die größte Chance für die weitere Entwicklung der Gruppe aufgetan – die Übernahme der Mehrheit an der Ceratizit“, so Wex weiter.

Dem Vorstand zufolge erzielte die Plansee Group im Geschäftsjahr 2020/21 mit 7535 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 1,29 Milliarden Euro. Im Portfolio der Plansee Group (alle Beteiligungen mit mehr als 20 Prozent zusammengerechnet) wurde ein Umsatz von 2,55 Milliarden Euro mit insgesamt 13.436 Mitarbeitern erzielt.

Mit der Übernahme der Mehrheit an der Ceratizit und einer Neuorganisation des Gruppenportfolios sieht sich das Unternehmen überdies auch für die Zukunft gut aufgestellt. „Wir haben darauf mit einer Neuorganisation der gesamten Gruppe reagiert“, erklärte Wex. Doppelte Strukturen werden bereinigt, die Entscheidungswege werden jetzt noch klarer.“ Daraus erwarte man sich eine höhere Durchschlagskraft auf den Märkten und steigende Marktanteile.

Steigende Nachfrage

Während sich Industrien wie Automobil, Maschinenbau und Luftfahrt rückläufig entwickelten, verzeichnete Plansee eine steigende Nachfrage aus der Halbleiterindustrie, der Unterhaltungselektronik und der Medizintechnik. Die Absatzmenge ging zwar um neun Prozent zurück. Doch aufgrund des höherwertigen Produktmixes stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr. „Im schwierigen Marktumfeld sind etablierte Produkte durch schwache Nachfrage unter Preisdruck geraten. Dagegen haben neue und innovative Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen und steigender Nachfrage geholfen“, erläuterte Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Köck. Dafür habe die Plansee Group im vergangenen Jahr 61 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens ist darüber hinaus weiterhin grundsolide: Sie stieg von 61 auf 63 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchstwert.

Mit den Unternehmensbereichen Plansee Hochleistungswerkstoffe und Ceratizit sowie der Beteiligung an Molymet ist die Breitenwanger Plansee Group eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen. Die Plansee Group ist auf Produkte aus den Werkstoffen Molybdän und Wolfram spezialisiert und deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Erzkonzentrat bis zu kundenspezifischen Werkzeugen und Komponenten.

Mit mehr als 75.000 verschiedenen Produkten und Werkzeugen. Damit ermöglicht Plansee die industrielle Fertigung für viele Dinge des täglichen Bedarfs wie Smartphones ebenso wie nachhaltige und effiziente Lösungen für die Mobilität und die Energieversorgung.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Müllgebühren im Ostallgäu sollen steigen
Füssen
Müllgebühren im Ostallgäu sollen steigen
Müllgebühren im Ostallgäu sollen steigen
Füssener Bergwacht rettet Hund „Wolle“ am Tegelberg
Füssen
Füssener Bergwacht rettet Hund „Wolle“ am Tegelberg
Füssener Bergwacht rettet Hund „Wolle“ am Tegelberg
Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Füssen
Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Explodierende Schulden: Stadt Füssen muss Sparprogramm auflegen
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«
Füssen
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«
Mobilfunk in Füssen: »Ein schwieriges und sensibles Thema«

Kommentare