Landratsamt will Nachweise

Bei den Planungen seiner Neubaugebiete muss Lechbruck nachsitzen

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Im Eisstadion laufen bereits die Reparaturarbeiten.

Lechbruck – Die Verwaltung muss bei den Baugebieten „Grubmühle – Untere Dorfstraße Süd“ und „Rottach West“ (Einheimischenmodell) nachbessern. Das Landratsamt hat Nachweise und Untersuchungen von der Gemeinde angefordert, wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Im Baugebiet „Grubmühle“ wurde von der Kreisbehörde ein anliegendes Biotop anerkannt.

Zusätzlich werden eine nicht ausreichende Wasserversorgung und der Hochwasserschutz moniert.

Beim Baugebiet „Rottach West“ fordert das Landratsamt einen Nachweis dafür, dass für dieses Außengebiet nicht bebaubare Grundstücke aus dem Flächennutzungsplan genommen werden. Dazu schlug Geschäftsstellenleiter Michael Köpf vor, die obere Lechwiesenstraße aus dem Plan zu nehmen. Wie vor einigen Jahren geologische Untersuchungen erbracht hätten, sei dort eine Bebauung nicht möglich. Gemeinderat Rudi Ungelert meint dazu: „Wir müssen schauen, dass wir diese Genehmigung endlich bekommen. Lechbruck braucht dieses Baugebiet dringend!“ Bei beiden Baugebieten wurden die Änderungen abgearbeitet und der Rat stimmte bei beiden Punkten einstimmig zu.

Auch zur Resterschließung beim Breitbandausbau im „Steinhäubl Süd“ und der nachträglichen Genehmigung der Asphalttragschicht stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. So wird im „Steinhäubl Süd“ der Boden und das Netz für 28.000 Euro an die Telekom verkauft. Im Raum stand auch eine Vermietung des Bodens. Köpf wies aber darauf hin, dass bei einer Vermietung die Kommune etwaige Reparaturarbeiten selbst tragen müsse.

Das Buswartehäuschen, dass ursprünglich in Reuthen aufgestellt werden sollte, beschäftigte die Ratsmitglieder ebenfalls. Dieses wird jetzt in der Lechwiesenstraße auf Höhe der Brücke aufgestellt. Zwischenzeitlich war die Rede davon, das Häuschen an der Bushaltestelle am V-Markt zu errichten. Aber auch dieser Standort wurde wegen zu niedriger Aus- und Einstiege wieder fallengelassen. Der Rat um Bürgermeister Werner Moll ist davon überzeugt, dass der Platz in der Lechwiesenstraße für die Zukunft ideal ist, soll doch in „Rottach West“ familienfreundlich gebaut werden. Die Hoffnung dahinter ist, dass künftig zahlreiche Kinder die Bushaltestelle nutzen werden. Der staatliche Zuschuss von 75 Prozent der Kosten ist bereits genehmigt und so kommt lediglich noch ein Eigenanteil in Höhe von rund 2500 Euro auf die Gemeinde zu.

Sorgen bereitet den Gemeinderäten nach wie vor das Eisstadion: „Um eine sichere Inbetriebnahmen des Eisstadions zu gewährleisten, müssen wir zumindest für ein Gaswarngerät Geld in die Hand nehmen“, erklärte Bürgermeister Werner Moll dem Gremium. Die Kosten dafür belaufen sich demnach auf rund 9000 Euro. Dazu soll eine Remission der Anlage mit der dazugehörigen Inbetriebnahme vorgenommen werden. Die Kosten dafür schlagen mit rund 5500 Euro zu Buche.

Dass im Stadion einiges im Argen liegt, darüber ist sich der gesamte Rat einig. Und so soll ein Katalog mit den nötigsten sicherheitsrelevanten Reparaturarbeiten aufgestellt werden, der ab 2021 von einer Expertenkommission des Gemeinderates und des ERC abgearbeitet werden muss. Der Gemeinderat stimmt einstimmig für dieses Vorgehen.

Silke Zink

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