Platz vier für die Leoparden

Umkämpft war der Puck im Spiel der in Schwarz angetretenen Füssener gegen ihre Kontrahenten aus Deggendorf. Foto: Köhntopp

Eine volle Punkteausbeute von sechs Punkten mit dem 4:1 zuhause gegen Deggendorf und einem 8:6-Auswärtserfolg beim Tabellenersten EC Bad Tölz bescherte die Mannschaft des EV Füssen seinen Fans zu Weihnachten. Damit haben die Leoparden den 4. Tabellen-Platz gefestigt, wobei mit einem Sieg bei den Tölzern nicht unbedingt zu rechnen war. 

Das 4:1 gegen den Deggendorfer SC war ein Arbeitssieg. Schon im Vorfeld war Füssen nach dem 12:3 Kantersieg in Deggendorf vor dem Heimspiel am Freitag gewarnt, denn nach dieser Niederlage hatten die Niederbayern fünf Erfolge und nur eine Niederlage verzeichnet. Und Deggendorf ging in der 7. Minute durch Nils Hanfstingl sogar in Führung. Füssen scheiterte am Abschluss, der im Training gepaukte schnelle Schuss auf das gegnerische Tor war immer wieder Mangelware. Die Gäste störten laufend die Füssener Angriffe. In der 11. Minute ließ dann endlich Kapitän Eric Nadeau auf Zuspiel von Jeric Agosta die spärliche Kulisse zum Ausgleich jubeln. Eine Überzahl nutzte Raphael Rohwedder zum 2:1, worauf das spielerische Moment immer  besser wurde, aber weitere Torerfolge blieben vorläufig versagt. Der Füssener Torgarant, Sascha Holz, ließ dann bei einer weiteren numerischen Überlegenheit seine Farben nicht im Stich und erhöhte auf Pass von Rohwedder zum 3:1. Aber auch nach dieser Führung ließen die Deggendorfer in ihren Bemühungen nicht nach. 100 Sekunden vor dem Ende nahm Gäste-Coach Norbert Weber seinen Torwart vom Eis, und versuchte, nochmals ran zu kommen. Dieser Schuss ging nach hinten los. Acht Sekunden vor Ertönen der Schlusssirene schoss Marc Bernier ins verwaiste Deggendorfer Tor zum 4:1 Endstand ein. Beim 6:8-Auswärtssieg beim Tabellenführer Bad Tölz waren die Leoparden die bessere Mannschaft. Bis zur 29. Minute stand es schon fast sensationell 4:0 für die Leoparden durch Tore von Raphael Rohwedder, Sebastian Wolsch, Jeric Agosta und Andrej Naumann. Die Leoparden überstanden bis dahin sogar drei Unterzahlsituationen ohne nennenswerte Probleme, Tölz fand nicht ins Spiel. Erst als dann gleich zwei Spieler des EV Füssen die Strafbank drückten, gelang den Gastgebern das erste Tor. Im Spielbericht stand später, dass das Tor genau mit dem Ende der Strafzeit fiel, die weitere Überzahl nutzten die Tölzer zum zweiten Treffer. Als dann Kapitän Nadeau wegen eines angeblichen Fouls in der 34. Minute in der Kühlbox saß, kam der Tabellenführer zu einem weiteren Tor. In Unterzahl brannte es dann aber vor Andreas Jenikes Kasten, doch der Tölzer Keeper behielt die Nerven, als Jeric Agosta allein vor ihm auftauchte. Das letzte Drittel bestand aus purem Angriffsspiel beider Mannschaften, wobei Jenike sogar einen Penalty von Agosta hielt. Doch die Füssener fanden den Weg schneller zum Tor und erhöhten zwischen der 45. und 47. Minute durch Leopold Prantl (Tim Richter, Sebastian Wolsch)  sowie Sebastian Wolsch (Sascha Holz, Andrej Naumann) auf 6:3. Wer nun gedacht hat, das war’s, sah sich getäuscht. Die Tölzer, nunmehr lautstark unterstützt vom heimischen Publikum, bekamen die zweite Luft und kämpften sich durch Johannes Sedlmayr und Christian Urban auf 5:6 heran. Aber Füssen hatte ebenfalls noch zuzusetzen und knapp zwei Minuten später überlistete Raphael Rohwedder Torwart Jenike zum 5:7. Nachdem der dann viel Glück hatte, fiel im Gegenzug durch Thomas Merl das 6:7. Kurz darauf scheiterte Christian Kolacny von der blauen Linie aus an Andre Irrgang. Die Halle tobte, Jenike ging gut eine Minute vor Schluss zu Gunsten eines sechsten Feldspielers raus, doch der Ausgleich fiel nicht. Im Gegenteil, Sascha Holz, von Rohwedder und Wolsch vorbildlich bedient, traf ins leere Tölzer Tor zum hoch verdienten 8:6 Auswärtssieg beim Tabellenersten. Am zweiten Weihnachtsfeiertag muss Füssen beim Verfolger Klostersee antreten. Wichtig für die Füssener Anhänger ist dann am Dienstag, 28. Dezember, um 19.30 Uhr das Heimspiel gegen den EC Peiting.

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