Play-off-Chancen schwinden

Zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende zu Hause gegen Bad Nauheim mit 3:5 und auswärts in Passau mit 2:3 haben beim EV Füssen die Hoffnungen auf einen Play-off-Platz beinahe gegen null sinken lassen. Nicht gerade berauschend haben die Leopards am Freitag daheim gespielt, gut hingegen auswärts, jeweils mit statistisch wesentlich mehr Torschüssen als die Gegner, die dennoch die Punkte eingefahren haben.

Auch das dritte Aufeinandertreffen des EV Füssen und des EC Bad Nauheim ging an die Hessen, die eiskalt ihre Chancen nutzten. Die Führung der Gäste in der 10. Minute durch Breiter glich Eric Nadeau (Preston, Helmbrecht) in der 13. Minute aus. Anstatt nachzusetzen brachte eine Überzahl die Nauheimer in den Genuss der Pausenführung von 2:1. Im zweiten Drittel waren Chancen da, doch Füssen kämpfte mit sich selbst beziehungsweise seinen vergebenen Möglichkeiten. Die Nauheimer hingegen machten die Tore und binnen 13 Minuten erzielten Richardson, Gare und Althenn das 5:1. Mit einem Doppelschlag binnen 26 Sekunden noch im zweiten Abschnitt verkürzten Björn Friedl (Andrej Naumann, Christian Krötz) und Kevin Lavallee (Sebastian Eikmann, Jordan Preston) zum 3:5. Die Fans schöpften Hoffnung, doch es geschah zu wenig, zu zaghaft und unkontrolliert waren die Aktionen. Füssen hatte sichtbar mehr Spielanteile, aber eine echte Gefahr für Bad Nauheim bestand nicht. Trainer Holzmann nach dem Spiel: „Der letzte Abschluss fehlt bei uns, wir sind nicht präzise genug.“ Torhüter in Topform Nach der 2:3-Niederlage in Passau dürften nur noch wenige Optimisten auf einen Play-off-Platz bei noch 12 ausstehenden Spielen – davon sechs Heimspiele – hoffen. Chancen, in Passau zu gewinnen, waren bei 45:24 Torschüssen zugunsten der Füssener genug vorhanden. Die Füssener begannen flott und viel versprechend und hatten die Gastgeber zunächst gut im Griff. Doch beim guten Passauer Torwart Daniel Huber war spätestens Endstation. Andererseits war auch Füssens Goalie André Irrgang bei einigen guten Möglichkeiten der Passauer in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts nicht zu überwinden. Nach der ersten Pause kam Füssen zwar wieder besser in Schwung, doch Passau führte nach nur drei Minuten mit 1:0. In den darauf folgenden vier Minuten hatten Kapitän Nadeau & Co. genügend Chancen, um das Spiel in dieser Phase zu entscheiden, doch es gelang nichts. Der Passauer Coach sah sich gezwungen, frühzeitig eine Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft neu einzustellen. Füssen benötigte dann eine doppelte Überzahl in einem im übrigen fairen Spiel, um durch Ricky Helmbrecht (Eric Nadeau, Andrej Naumann) auszugleichen, fing sich seinerseits aber eine Strafe ein, die die Passauer, kaum wieder komplett, durch Sicinski mit einem verdeckten Handgelenksschuss zum 2:1-Pausenstand nutzten. Stürmer schwach Der Ausgleich durch Kevin Lavallee (Helmbrecht) in der 41. Minute beantworteten die Black Hawks nur vier Minuten später mit einem unhaltbaren Schuss in den Winkel nach einem Verteidigerfehler der Füssener mit dem dritten Treffer. In dem nun offenen Schlagabtausch beider Mannschaften verhinderten die Gastgeber, dass die Leopards drei Hinausstellungen nutzen. Andrej Naumann hatte zudem Pech mit einem Stangenknaller und auch eine Auszeit nur eine Sekunde vor Schluss brachte nicht den Ausgleichstreffer. Noch 12 Spiele Das Fazit: Füssen hat gut gespielt, wobei das eklatant schwache Ausnutzen der zuhauf vorhandenen Chancen der Stürmer im Hinblick auf die noch 12 verbleibenden Spiele zu denken gibt. „Viel besser kann man auswärts nicht spielen, wir haben gut gespielt, aber keine Punkte geholt“, resümierte Trainer Georg Holzmann nach dem Spiel. Am kommenden Freitag hat der EV Füssen spielfrei. Dafür geht es am Sonntag nach Landsberg, der als Tabellensechster um 18 Uhr sicher keine Geschenke verteilen wird.

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