Polizei greift erneut zu

Erst kürzlich hat die Reuttener Polizei zwei Drogenkuriere mitsamt der rekordverdächtigen Menge von 140 Kilo Cannabis hochgenommen (der KREISBOTE berichtete) – nun haben die Beamten bereits die nächsten Erfolge vorzuweisen. Neben drei weiteren Drogenkurieren legte die Polizei am Plansee zwei Schleppern das Handwerk. Die Erfolge werten die Verantwortlichen als Beleg für gute Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen der Schleierfahndung Pfronten.

Für den Reuttener Bezirkskommandant Major Egon Lorenz kommt der erneute Fahndungserfolg auf dem Sektor Rauschgift nicht von ungefähr: „Das ist ein erneuter Beweis für die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit". Sein deutscher Kollege, Polizeihauptkommissar Hermann Gessel, bekräftigt dies: „Zwei spektakuläre Erfolge innerhalb kurzer Zeit zeigen, dass die Ausbildung auf diesem Gebiet Früchte trägt und die Schleierfahndung ein Erfolgsmodell ist und bleiben wird". Den Beamten der Schleierfahndung aus Pfronten war es zusammen mit ihren Kollegen aus Reutte bei den gemeinsamen Fahndungskontrollen gelungen, eine erhebliche Menge an Rauschgift aus dem Verkehr zu ziehen. Nach dem spektakulären Aufgriff von Tätern mit 140 Kilogramm Cannabis vor drei Wochen an der Kontrollstelle Musau fanden die Beamten diesmal an selber Stelle ein Kilogramm Cannabis und nocheinmal dieselbe Menge an Amphetaminen der Sorte „Speed" im Marktwert von rund 50000 Euro. Das Rauschgift kam bei der Durchsuchung eines Audis mit österreichischem Kennzeichen, in dem drei Personen verschiedener Nationalität saßen, zu Tage. Im Rahmen der Ermittlungen kam heraus, dass die Personen wohl als Kuriere von Frankfurt nach Innsbruck unterwegs waren und die Suchtmittel dort vermutlich in einem Schließfach deponieren sollten. Auch Kinder aufgegriffen Im Rahmen einer Pressekonferenz berichtete Major Lorenz auch vom Aufgriff eines Mannes, einer Frau und zwei Mädchen im Alter von sechs und neun Jahren, die illegal nach Österreich eingereist waren – inklusive zweier Schlepper. Aufgefallen war den Beamten ein Renault mit polnischem Kennzeichen zunächst dadurch, dass das Fenster der hinteren Türe durch eine Plastikfolie ersetzt worden war. Der Fahrer hatte außer einem gefälschten Führerschein keine Papiere vorzuweisen. Die beiden Schlepper wurden in Schubhaft genommen, die vier Geschleppten in das Asylantenheim nach Thalham gebracht. Die Gruppe „Schleierfahndung“ arbeitet seit 1997 zusammen und besteht aus 28 deutschen und acht österreichischen Beamten, die sporadisch aber regelmäßig zu den verschiedensten Tageszeiten tätig sind.

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