Jetzt drohen hohe Bußgelder

Erneut zahllose Wildcamper im Füssener Land unterwegs

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Erneut hat die Füssener Polizei am Wochenende zahlreiche Verstöße gegen die Verbote in Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten festgestellt.

Landkreis - Zahlreiche Verstöße gegen den Naturschutz hat die Polizei nach eigenen Angaben am Wochenende rund um Füssen festgestellt. Ein Protokoll.

In der Nacht von Freitag auf Samstag nahmen demnach Beamte der Polizeiinspektion Füssen Naturschutzkontrollen in den verschiedenen Landschaftsschutzgebieten in und rund um Füssen vor. Dabei stellten sie erneut mehrere Verstöße fest. Insgesamt müssen nun zehn Personen mit Bußgeldern seitens des Landratsamtes rechnen, die durch die Beamten am Alatsee, Schwansee und dem Hegratsrieder See campierenderweise festgestellt werden konnten. 

Im Naturchutzgebiet Ammergauer war die Polizei zusammen mit Mitarbeitern des Landratsamtes am Wochenende ebenfalls unterwegs. Dort trafen sie zwei Personen an, die verbotenerweise im Naturschutzgebiet nächtigten. Den 29-jährigen Mann aus Leipzig sowie seine 23-jährige Begleiterin erwarten jeweils eine Anzeige und ein Bußgeld in Höhe von 350 Euro. Das Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen ist aufgrund seiner Artenvielfalt besonders schützenswert. Manche Tierarten kommen in freier Natur nur noch in diesem Schutzgebiet vor. Die Bußgelder für Verstöße sind daher auch entsprechend hoch. Aufgrund der Vielzahl an Verstößen in letzter Zeit finden regelmäßige Kontrollen statt. 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag trafen die Kontrolleure wieder mehrere campierende Personen in den örtlichen Schutzgebieten an. Unter anderem erhielten drei junge Polen jeweils eine Anzeige, da sie im Uferbereich des Alpsees in Hohenschwangau im Wald ein Lagerfeuer entzündeten und dort übernachten wollten. Außerdem stellten die Polizisten bei einem der jungen Männer ein Messer sicher, das er nicht ohne Erlaubnis hätte dabei haben dürfen.

Für einen Urlauber aus Chemnitz wird die zu erwartetende Geldstrafe dagegen noch einmal deutlich empfindlicher ausfallen, da er biwakierend im Halblechtal angetroffen wurde, das sich im Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen befindet. 

Darüber hinaus wurden die Beamten der Polizei Füssen - fast schon gewohnheitsmäßig - auch am Hegratsrieder See fündig. Dort kampierten mehrere Personen mit ihren Wohnmobilen. 

Am Sonntagmorgen stellte eine Streife der Polizei Füssen schließlich ein aufgeschlagenes Zelt am Südufer des Weißensees fest. Es stellte sich heraus, dass zwei Männer dort das Wochenende verbrachten. Da dort Landschatzschutzgebiet ist, verstießen beide gegen das Campierverbot. Beide erwarten eine Anzeige und eine empfindliche Geldstrafe. Das Zelt musste anschließend abgebaut werden.

Auch im Laufe des Sonntags hatten Beamte der Polizeiinspektion Füssen und der Bereitschaftspolizei aus München verstärkt Parksünder rund um die Ausflugsziele wie Forggensee, Hopfensee, Weissensee, Illasbergsee und Hergatsrieder See im Blick. Dabei stellten sie insgesamt rund 400 Verstöße fest, die sie entsprechend ahndeten. Absolute Hotspots waren laut Polizei die Bereiche Rieden/Osterreinen, der Illasbergsee sowie der Hergatsrieder See. Hier drängten sich deutlich mehr Besucher als es Parkplätze gab. 

Auch in den kommenden Wochen wird die Polizei Füssen nach eigenen Angaben verstärkt auf Falschparker achten und Verstöße konsequent ahnden. Dazu wird sie erneut die Unterstützung der Bereitschaftspolizei anfordern. Die Polizei weist noch einmal dringend auf die Einhaltung der geltenden Vorschriften hin. Je nach Ort müssen Parksünder mit Verwarnungs- oder Bußgeldern von bis zu 150 Euro rechnen.

kb

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