Fahnder finden bei Afghanen 100 Gramm Marihuana

Razzia in Füssener Asylbewerberunterkunft

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Mit der massiven Polizeipräsenz am hellichten Nachmittag wollte die Polizei auch ein Zeichen setzen, heißt es aus Polizeikreisen.

Füssen - Bei einer Razzia in der Asylbewerberunterkunft in der Froschenseestraße hat die Polizei am Donnerstagnachmittag Nachmittag einen Nigerianer festgenommen. Der Mann wird des Drogenhandels beschuldigt. Außerdem fanden die Fahnder 100 Gramm Marihuana.

Das Marihuana wird nach derzeitigem Ermittlungsstand einem 20 Jahre alten Afghanen zugeordnet, in dessen Zimmer die Beamten die Drogen teilweise in bereits verkaufsfertig abgepackten Portionen in einem Sessel versteckt fanden.

Dem Zugriff vorausgegangen waren nach Polizeiangaben längere Ermittlungen der Füssener Polizei wegen des Verdachts des Drogenhandels in nicht geringer Menge aus der Unterkunft in der Froschenseestraße heraus. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der zuständige Ermittlungsrichter schließlich Haftbefehl gegen einen 23-jährigen Nigerianer. Außerdem erließ der Richter Durchsuchungsbefehle gegen den Afrikaner sowie den Migranten aus Afghanistan.

Unterstützt wurden die Füssener Beamten bei der Razzia von Beamten der Grenzpolizei Pfronten, der Operativen Ergänzungsdienste Kempten und Diensthundeführern. "Wir wollen Flagge zeigen", erklärte Füssens Polizeichef Edmund Martin gegenüber unserer Zeitung den massiven Auftritt am hellichten Nachmittag. 

Ebenfalls vor Ort waren Vertreter des Landratsamtes Ostallgäu. Die Ausländerbehörde führte eine Anwesenheitskontrolle durch und überprüfte, ob sich unberechtigt aufhaltende Personen in der Unterkunft befinden.

Der 23-Jährige wurde am heutigen Freitagheute einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl bestätigte. Der Rauschgifthändler befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

kb/mm

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