"Ich war doch auch mal jung"

Mehrtägige Workshops im JuFo informieren über Gefahren des Drogenkonsums

Roland Berkmüller von der Füssener Polizei klärt die Schüler im JuFo über die Risiken des Umgangs mit Suchtmitteln auf.

Füssen – Drogenhandel und Drogenkonsum konzentrieren sich nicht auf die Großstadt. Folglich liegt es nahe, Füssener Schülerinnen und Schüler darüber zu informieren, dass die Neugierde auf Erfahrungen mit Drogen große Gefahren für Leib und Leben ins sich birgt.

Deshalb hatte der Jugendtreff in der vergangenen Woche zu einem zweitägigen Sucht- & Drogen-Präventionsworkshop für Schulklassen eingeladen. 

Zum Auftakt der Info-Veranstaltung waren mehrere Schuklassen in den Jugendtreff Füssen (Jufo) gekommen. Die Organisatoren hatten Flyer zusammengetragen, die zum Mitnehmen ausgelegt wurden. Ein solches Faltblatt weist auf die Suchtambulanz Füssen des Caritasverbands für die Diözese Augsburg hin. Mit dabei war auch Roland Berkmüller von der Füssener Polizeiinspektion. Der auch als Kontaktbeamter eingesetzte Polizist war in Zivil gekommen und sagte ganz offen zu den Schüllern: „Ich weiß, wovon ich hier rede. Ich war doch auch einmal jung!“. 

Die erste Zigarette in den Mund stecken, ein Gläschen Sekt probieren oder an einem Joint ziehen: Jugendliche sind neugierig auf Erfahrungen. In seinem Vortrag zählte Polizist Berkmüller typische Beispiele auf, was er und seine Kumpels im Zuge des Erwachsenwerdens alles so ausprobiert haben. Damit wurde deutlich, dass beim Thema „Süchte“ im Grunde jedermann betroffen sein kann und nichts unter den Teppich gekehrt werden sollte. 

Großes Interesse

„Süchte – ich weiß Bescheid“, war folglich ein Workshop überschrieben, der angeboten wurde. In der Diskussion sprachen die Jugendlichen mit Sozialpädagogen auch darüber, was eine Schülerin nachgefragt hatte: „Entsteht jede Sucht nach einem Genuss? „Die Schulen sind gern zu unserem Workshop gekommen“, sagte Cheezy Dünser vom Jufo im Gespräch mit dem Kreisbote.

Dass sie im Jufo nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrt wurden, hat den Schülern gefallen. So meinte der 13-jährige Felix auf Nachfrage unserer Zeitung: „Ich habe viel Neues erfahren.“ Dass es unterschiedliche Arten von Drogen gibt, war nicht allein für Felix ein Stoff zum Staunen. Zwei Klassenkameraden – beide heißen Johannes – bestätigten, dass sie Wesentliches über die Wirkung von Drogen mitbekommen haben. 

Mit ihren drei Klassenkameradinnen Jessi, Lavinia und Bianca waren sich die drei Schüler einig, dass es hilfreich sein könne, über die Gefahren des Drogenkonsums zu reden. „Ich kann das zum Glück auch ganz offen mit meinen Eltern“, freut sich eine der 14-Jährige. An Fasching habe sie „ein einziges Bierchen“ probiert.

cf

Auch interessant

Meistgelesen

Füssener Bahnhof: Ausschuss genehmigt Abweichungen
Füssener Bahnhof: Ausschuss genehmigt Abweichungen
Gäste im Caffé Luca können Kaffee im ökologischen Mehrweg-Becher mitnehmen
Gäste im Caffé Luca können Kaffee im ökologischen Mehrweg-Becher mitnehmen
Wird der Forggensee heuer aufgestaut oder nicht?
Wird der Forggensee heuer aufgestaut oder nicht?
Das Ostallgäu ist bei Touristen beliebt
Das Ostallgäu ist bei Touristen beliebt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.