"Positive Trendwende"

„Ein Haus, ein Gebäude, ein Eigentümer“, nannte Bürgermeister Paul Iacob in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses kurz und knapp die Vorteile eines Bauvorhabens, dass den Jahre lang schwelenden Zoff um eine Bebauung der Fläche am Köllebachweg unterhalb des Kurhauses in Hopfen beenden soll. Statt vier Häusern soll nun ein Haus auf dem Gelände entstehen – unter Garantie auf eine ausladende Grünfläche

. Wir haben einen bestehenden Bebauungsplan, der nicht vollzogen werden kann“, erklärte Iacob das Problem an der Geschichte. Dessen Ursprung liegt in der Vergangenheit. Nachdem vor Jahren bereits mehrere Häuser den Hang hinunter entstanden sind, sollten vier weitere folgen. Dagegen wehrten sich jedoch die Besitzer der zuerst entstandenen Häuser, und das offenbar mit Erfolg. Sie befürchteten, dass die Neubauten ihnen das Sonnenlicht nehmen würden und spielten ihren Trumpf aus: Die Straße, die zu den Anwesen führt und die auch die neuen Häuser hätte erschließen sollen, ist nämlich in ihrem Privatbesitz. Sie sagten Nein zur Erschließung der neuen Baufläche. Eine Lösungvariante nur mit Fußweg und einer Tiefagarage für die Erreichbarkeit per Auto lehnte Iacob ab. Nun hat sich der Wind gedreht. Jetzt will ein einzelner Bauwerber dort ein Wohnhaus im Stil eines alten Bauernhauses errichten und mit einer privaten Einfahrt das Haus erschließen. Gleichzeitig will er in Richtung Uferstraße hin die Grünfläche erhalten, womit auch das Landratsamt zufrieden ist. Aufgrund dieser „äußerst positiven Trendwende“, so der Rathauschef“, soll der Bebauungsplan nun angepasst werden.

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