Ein richtiges "Betreuungszentrum"

Der Präsidiumsvorsitzende des AWO-Bezirksverbands Schwaben, Dr. Heinz Münzenrieder, und die AWO-Ortsvorsitzende Brigitte Protschka (rechts) überreichen der Kita-Leiterin Daniela Friedl ein Präsent. Foto: Knoll

Füssen – „Innovative Projekte“, so Vorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder, hat das Präsidium des Arbeiterwohlfahrt (AWO)-Bezirksverbands Schwaben kürzlich besichtigt. Darunter war auch die neue Kindertagesstätte der AWO in Füssen. 

Der Trend gehe dahin, dass sich Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort an einem Fleck befinden und das sei in Füssen „recht vorbildlich vorgemacht worden“, sagte Münzenrieder. 105 Kinder besuchen derzeit die neue Kita im Ziegelbergweg. 29 davon gehen in die Kinderkrippe, 76 in den Kindergarten, berichtete Kita-Leiterin Daniela Friedl. Da die Kita von 7 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet hat, arbeiten die Erzieher im Schichtbetrieb. Das bedeutet auch, dass alle Mitarbeiter für alle Kinder zuständig sind und so eine gewisse Durchlässigkeit zwischen Kinderkrippe und Kindergarten entsteht. Deshalb fällt den Kindern der Übertritt in den Kindergarten meist auch nicht schwer, erklärte Friedl. Zusammen mit dem AWO-Hort und dem Familiencafé, in dem sich frisch gebackene Eltern treffen können, habe man in Füssen ein „Kinderbetreuungszentrum“, sagte der Referent für Kinder- und Jugendhilfe, Hans Seiterbauer-Pulkkinen. 

Ab dem 1. August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Da in ganz Schwaben hier jedoch ein Defizit herrsche, müssen sich die Kommunen anstrengen. Und hier seien die Wohlfahrtsverbände gefragt, sagte Münzenrieder. Derzeit betreue die AWO rund 2000 Kinder in 35 Kindergärten, Kinderhorte und Kinderkrippen in ganz Schwaben, so der Vorsitzende. Und die neuen Krippen „sind voll“, sagte Scheiterbauer-Pulkkinen. 

Auch in Füssen habe man „genau miterlebt, in welch großer Not die Eltern waren“, sagte die AWO-Vorsitzende des Ortsverbands Füssen-Schwangau, Brigitte Protschka. Denn im Gegensatz zu früher arbeiten die Großeltern selbst noch und fallen damit als Aufsichtspersonen weg, erklärte die Kita-Leiterin. Außerdem betrage die Elternzeit regulär nur noch 13 Monate und nicht mehr drei Jahre. Die neue Kindertagesstätte sei ein „Geschenk“, die man ohne die Hilfe der AWO Schwaben nicht hätte bauen können, so die AWO-Ortsvorsitzende. kk

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