100 Prozent reines Wasser

Gedankenaustausch am Rande: Der Elmener Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Heiner Ginther (v.l.), Ferdinand Eberle, der frühere stellvertretende Landeshauptmann von Tirol, zusammen mit Füssens Altbürgermeister und Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert. Foto: ed

Zusammen haben kürzlich der grenzüberschreitende Abwasserverband Vils-Reutte und Umgebung-Pfronten die 25-jährige Verbandsgründung und den 20-jährigen Bestand der Abwasserreinigungsanlage (ARA) gefeiert. Verbunden mit der Jubiläumsfeier war ein „Tag der offenen Tür", bei dem sich die Bevölkerung einen Einblick in die Anlage verschaffen konnte.

Der Vilser Bürgermeister und ARA-Obmann Günter Keller freute sich darüber, dass die Entscheidung vor über zwei Jahrzehnten, die Kläranlage zu errichten, auch heute noch ihre Gültigkeit hat. Besonders hob er den grenzüberschreitenden Charakter hervor, der gezeigt habe, dass die „viel gescholtenen Kommunalpolitiker" schon damals nach einer interkommunalen Lösung gesucht und gefunden haben. Dem Abwasserverband gehören 15 Gemeinden des Außerferns und die bayerische Nachbarkommune Pfronten an. Damals beliefen sich die Baukosten für die Kläranlage auf rund fünfzehn Millionen Euro, hinzu kamen rund 65 Kilometer Regionalkanal, acht Pumpstationen, vier Regenentlastungsbauwerke und sonstige notwendige Schachtbauwerke, die mit rund 28,3 Millionen Euro zu Buche schlugen. Die Betriebskosten belaufen sich auf 950.000 Euro und die Annuitäten betragen weitere 825.000 Euro, jeweils pro Jahr gerechnet. Pro Jahr wird im Schnitt ein Zulauf von 3.653.000 m³ an Abwässern verzeichnet. Bislang wurden mehr als 62 Millionen m³ Abwasser gereinigt, an Spitzentagen sind es sogar über 35.000 m³ Abwasser. Stolz ist man über die Tatsache, dass der Reinigungsgrad der Abwässer bei knapp 100 Prozent liegt. „Die Bevölkerung braucht sich also keine Gedanken über die Reinheit des geklärten Abwassers machen" stellte er fest. Der ehemalige Füssener Bürgermeister Dr. Paul Wengert, damals Vorsitzender des Abwasserzweckverbands Füssen, erinnerte sich noch gut an den Gedankenaustausch mit seinem österreichischen Kollegen und die stete Hilfsbereitschaft, sich auszutauschen. Umso mehr freue sich der Landtagsabgeordnete heute über die grenzüberschreitende Leistung, die allen Respekt verdiene.

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