Eine humorvolle Pressekonferenz

Die "Wendejacken" improvisieren unterhaltsam in Nesselwang

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Für so manchen Lacher sorgen die „Wendejacken“ mit ihrem Improvisationstheater in Nesselwang.

Nesselwang – Einen Angriff auf die Lachmuskeln haben jetzt die „Wendejacken“ in der Alpspitzhalle in Nesselwang auf ihr Publikum gestartet.

Ohne Vorhang und ohne Drehbuch, dafür aber mit Musik und Gesang, gestaltete das Improvisationstheater zusammen mit dem Publikum einen unterhaltsamen Abend, bei dem so manches Geheimnis gelüftet wurde. 

Nadine Schneider, die Geschäftsführerin der „Wendejacken“, erklärte dem Publikum, was es an diesem Abend zu tun hatte. Bei einer lustigen „Aufwärmrunde“ mit Lockerungsübungen wurden dann schon einmal die Lachmuskeln in Position gebracht. „Wichtig ist der Input vom Publikum mit Begriffen auf die Vorgabe einer Szene“, erklärte Schneider. Mit diesen Wörtern und Begriffen schuf das Ensemble dann gekonnt die verrücktesten Geschichten.

Einige von ihnen sorgten für permanente Angriffe auf das Zwerchfell. Zum Beispiel bei der gespielten „Pressekonferenz“ bei der eine Darstellerin, ohne zu wissen um welches Thema es ging, in die Rolle eines Promis schlüpfte, den sie nicht einmal kannte. Bestimmt hatte ihn das Publikum. Dennoch musste sie sich den Fragen der Journalisten stellen und diese gekonnt beantworten. Daneben konnte sich das Publikum auch noch ein Geheimnis ausdenken, das der Promi bei der Pressekonferenz zu verkünden hatte. 

Durch die Antworten der Journalisten bekam die Darstellerin nach und nach den Durchblick. So ging sich am Ende als „Heidi Klum“ aus der Pressekonferenz und lüftete ihr Geheimnis „doch intelligent zu sein“. Mit viel Beifall und tosendem Applaus bestätigte das Publikum die Darbietung und verfolgte in der gut gefüllten Alpspitzhalle so Szene um Szene. 

Publikum bestimmt mit

 Seit 2013 führt Nadine Schneider selbständig das „Allgäu-Ensemble“, zu dem auch die „Wendejacken“ gehören. 2004 hatte alles angefangen. Schneiders heutige Kollegen Norman Grau und Thomas Wölfle suchten damals nach einer Theaterform, bei der man auch größere Rollen spielen kann. Nachdem sie sich eine Improvisationsgruppe aus München angeschaut hatten, waren sie sich sicher: „Das wollen wir auch machen”. Kurze Zeit später kam Schneider dazu. „Gemeinsam machten wir einen Aushang im Künstlerhaus mit dem Gesuch nach Theaterspielern- und Begeisterten“, so Schneider. 

Sofort waren mehr als zwanzig Interessierte da. „Wir begannen zu proben und es war klar – wir bringen das auf die Bühne. Nach bereits drei Wochen war es dann soweit – und was soll ich sagen – es macht seitdem richtig Spaß“, erzählt die Schauspielerin und Geschäftsführerin. Sechs Darsteller und drei Musiker gehören bis zum heutigen Tag fest zum Ensemble und touren hauptberuflich mit den „Wendejacken“ durch die Landen. „Da man nie weiß, was kommt, erwartet den Zuschauer ein Sack voller Premieren. Das Publikum kann mit den Vorgaben mitbestimmen wie und was läuft. Daraus entwickelt sich dann ein wahres Feuerwerk“, so die Schauspielerin. 

Dabei können traurige oder spannende Geschichten entstehen oder man taucht in phantastische Welten ein. „Es gibt aber auch Szenen die berühren. Beim Improtheater wird die sogenannte ,vierte Wand‘ eingerissen. Wir tauchen gemeinsam in die Geschichten ein und sind somit zusammen mit dem Publikum für den Abend verantwortlich“, sagt Schneider. 

Der immer wiederkehrende Applaus und die zahlreichen Lachattacken des Publikums gaben ihr auch in der Alpspitzhalle recht. Als Zugabe bot das Ensemble in der Nesselwanger Alpspitzhalle am Ende seiner Vorstellung einen gekonnten und professionellen „Zusammenschnitt“ der verschiedenen Szenen. Dabei ernteten sie viele Lacher und demonstrierten dem Publikum, wie gekonnt „Zahnräder ineinander greifen können“.

ce

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