Rätinnen setzen sich durch

Ab August wird es das Angebot einer Ferienbetreuung in den städtischen Kindergärten in Füssen und Hopfen geben. Angeregt hatten dies parteiübergreifend die Stadträtinnen Uschi Lax (CSU) Hannelore Semmlin-Leix, Anja Selzer und Ilona Deckwerth (alle SPD), Dr. Anna Derday (FW) und Petra Schwartz (Grüne). Kritik an dem Antrag kam dagegen von Günther Knauss. Vorläufig besteht ein geschätzter Bedarf für zehn Kinder bis sechs Jahre.

Bereits 2008 war das Thema Ferienbetreuung im Stadtrat, damals, so Uschi Lax, habe es geheißen, man brauche mehr Zeit. Nun hatten die Frauen erneut den Antrag eingereicht, ein qualifiziertes Betreuungsangebot für Kinder zu schaffen, nach Möglichkeit sogar schon für die Pfingstferien. Der Bedarf in einer 15000 Einwohner Stadt sei da, so Hannelore Semmlin-Leix, auch wenn eine Umfrage in den Kindergärten Hopfen und Füssen nur einen Bedarf für zehn Kindern aufzeigte. "Wir möchten das" Nicht jeder mache Urlaub, vor allem in einer touristisch geprägten Stadt könnten viele Familien gerade im Sommer nicht wegfahren, war zu hören. Wie man das Vorhaben angehe, so Uschi Lax, könne nicht Aufgabe des Stadtrats sein. „Das muss die Verwaltung und vor allem die Kindergartenleitung vor Ort ausarbeiten“, so Lax, aber „wir möchten das“. Man könne auch über einen finanziellen Beitrag der Eltern für die Betreuung nachdenken. Erfahrungen in Seeg zeigten, dass es gehe, so die CSU-Vertreterin. Und dort habe man anfänglich auch klein begonnen, mittlerweile kämen bis zu 25 Kinder zusammen. Dabei geht es allerdings nur um die jüngeren Kinder, weiterhin sollen der Kinderhort und das Jugendhaus sowie die Arbeiterwohlfahrt mit ihrer Einrichtung Kapazitäten für ältere Kinder schaffen. Stadtrat Günther Knauss (Bürgerblock) kritisierte die Diskussion. Man habe nicht sehr viel Logisches gehört. Vor allem müssten bei der Diskussion Leute gehört werden, die nicht blind in der Sache seien, warf Knauss den Stadträtinnen, unter anderem der Erzieherin Uschi Lax und der Lehrerin Hannelore Semmlin-Leix vor. Man könne nicht großzügig neue Angebote schaffen, so Knauss. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) resümierte, dass man den Bedarf eines entsprechenden Angebotes erkenne, nach dem Beschluss für die Ferienbetreuung seien alle Kindergärten nun eingeladen, sich beim Jour fixe über das Thema Gedanken zu machen und ein Konzept auf den Weg zu bringen.

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