Die Bankenfusion ist beschlossene Sache

Die anwesenden Vertreter, zum Zeitpunkt der Abstimmung 126, votierten zu 100 Prozent für die Fusion. Foto: Sommer

Kaufbeuren – Der Weg ist frei für die Verschmelzung der beiden Ostallgäuer Genossenschaftsbanken, der Raiffeisenbank Füssen und der VR Bank Kaufbeuren. Die neue „VR-Bank Kaufbeuren Ostallgäu“ steigt damit zur Nummer Zwei in Schwaben auf. Ändern wird sich vor allem für die Raiba-Kunden einiges.

Einstimmig haben die Mitgliedervertreter der VR Bank Kaufbeuren Ostallgäu der Fusion mit der Raiffeisenbank Füssen-Pfronten-Nesselwang zugestimmt. In der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank in der Zeppe- linhalle in Kaufbeuren erhielt der Vorstand das eindeutige Votum, die geplante Fusion zu vollziehen. Mitte April schon hatten die Mitglieder der Raiffeisenbank Füssen mit 96 Prozent ihre Zustimmung zur Fusion signalisiert. Stichtag ist der 17. August.

Ändern wird sich aktuell vorerst nichts, weder für die Kunden der VR-Bank noch für die der Raiba. Buchhalterisch wurde die Fusion zum 1. Januar 2013 vollzogen, das heißt, insbesondere das Betriebsergebnis der Bank wird auf diesen Tag gerechnet. Die so genannte technische Fusion wird am 17. August stattfinden, dann gilt es für die Kunden. An diesem Tag wird einerseits das Online-Banking umgestellt, wodurch es zu einer zeitweisen Abschaltung kommen werde, so Ralf Bomheuer, Prokurist der VR Bank. Ab diesem Tag gilt dann auch die neue Bankleitzahl für die bisherigen Raiffeisenbankkunden. 

Bei der Fusion wird, praktisch gesehen, die Raiba aufgelöst und in die VR Bank übernommen, weshalb künftig die Kaufbeurer Bankleitzahl für die neue Bank gelten wird. Ein Problem stellen die Kontonummern dar, hier könnte es Dubletten geben. Das aber werde gerade geprüft, so Bomheuer. Derzeit müssten die Kunden der Raiffeisenbank nichts unternehmen, erst zum Stichtag hin werde eine Information erfolgen. 

Recht unproblematisch sieht Bomheuer auch die Situation bei Abbuchungsaufträgen. Hier werde die Bank die beteiligen Kreditinstitute oder Firmen (beispielsweise den Bankeinzug für die Stromrechnung) über die Änderungen der Bankleitzahl und eventuell der Kontonummer informieren. Vielleicht, so Bomheuer, dass man den Dauerauftrag für den studierenden Filius selbst ändern müsse. Für die Kunden der VR Bank (insbesondere in Füssen und Umgebung) hingegen wird sich nichts ändern. Auch bei Kredit- und EC-Karten müssen die Kunden nicht aktiv werden, diese gelten weiter bis zum aufgedruckten Datum. Hierfür werde eine spezielle Datei weitergeführt, die dafür sorgt, dass die EC-Karte anerkannt wird. Auch ist diese eindeutig identifizierbar aufgrund der Kontonummer und der Bankleitzahl. 

Der Vorstandvorsitzende der VR Bank, Dr. Hermann Starnecker, hatte vor der entscheidenden Abstimmung noch- mals das Wort ergriffen und die erwarteten Vorteile der Fusion der beiden Genossenschaftsbanken aufgezeigt. Man habe versucht, so Starnecker, alle Fragen der Vertreter und Mitglieder in den vergangenen Wochen zu beantworten. Weshalb dann der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Ludwig Bihler die entscheidende Frage stellen konnte. So reckten sich schließlich 126 Stimmzettel in die Höhe, einstimmig, wie zuvor auch die Wiederwahl des Aufsichtsrates und hernach noch die Zuwahl zum Aufsichtsrat, fiel das Votum der Vertreter – 100 Prozent. Oder wie Karl Ludwig Bihler meinte: „Die Fusion bringt die VR Bank einen Schritt weiter, sie in eine sichere Zukunft zu führen“. gau

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