Nesselwang weiht Kläranlage ein

Nesselwangs neue Kläranlage hat jetzt ein geteiltes Zu- und Ablaufbecken. Foto: nis

Nesselwang – Mit einem „symbolischem Knopfdruck“ hat am Samstag Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart die neue Kläranlage in Betrieb genommen. Nachdem die fertiggestellt worden war, war die alte Anlage abgebaut worden

Eine ordnungsgemäße Abwasserreinigung nach den neuesten technischen Umweltstandards mit weitergehender Stickstoffelimination sei mit der vorhandenen Anlage nicht mehr zu erfüllen gewesen, so Erhart. Daher sei die wasserrechtliche Erlaubnis nur noch befristet erteilt worden, verbunden mit der Auflage, die bestehende Kläranlage umzurüsten. Um dieses Ziel zu erreichen, sei sowohl eine Änderung des Reinigungsverfahrens, als auch die Errichtung neuer Bauwerke erforderlich gewesen, erklärte Bürgermeister Erhart in seiner Rede. 

Mit der Planung und Bauüberwachung habe die Gemeinde das Ingenieurbüro Dippold und Gerold in Germering beauftragt. Im Februar 2012 seien die Bauarbeiten nach einer Planungs- und Ausschreibungsphase an die Arbeitsgemeinschaft des Ingenieurbüros Ammann und Bäumler und dem Anlagenbauer HST Hydro-Systemtechnik vergeben worden. Im Mai 2012 habe man mit den Bauarbeiten beginnen können. Meterweise Kabel und Rohre seien dabei unter der Erde verlegt worden. 

Bürgermeister Erhart bedankte sich unter anderem dafür, dass die Kosten für das neue Klärwerk „quasi eine Punktladung der veranschlagten drei Millionen Euro gewesen“ sei. Bei der Deckung der Kosten habe sich die Marktgemeinde für eine „Fifty-Fifty-Lösung“ entschieden: Die eine Hälfte würde durch Gebühren, und die andere Hälfte durch Beiträge der an die Kläranlage angeschlossenen Grundstückseigentümer bezahlt. Die Bescheide seien bereits ergangen. Dabei habe es kaum Widersprüche oder Änderungen gegeben, freute sich Hauptamtsleiter Helmut Straubinger. 

Die Anlage mit zwei Belebungs- und einem geteilten Zu- und Ablaufbecken entspräche laut Erhart nun den modernsten ökologischen Anforderungen, die die gesetzlichen Anforderungen an die Ablaufqualität deutlich unterschreite und für die nächsten zwanzig Jahre zertifiziert sei. Damit leiste die Kläranlage einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz. jl

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