Bürgermeister und Hort sprechen sich aus

Den Fragen der Kinder und Mitarbeiter des AWO-Horts Füssen stellt sich Bürgermeister Paul Iacob bei der Besichtigung des Außengeländes. Foto: AWO Hort

Füssen – Zu einem klärenden Gespräch trafen sich jetzt Bürgermeister Paul Iacob (SPD) mit den Kindern, Eltern und Mitarbeitern des AWO Kinderhortes. Denn der AWO-Ortsverein Füssen-Schwangau hatte kürzlich kritisiert, dass die Stadt seit Monaten die Wiederherstellung des Gartens vor sich her schiebe. 

Fußballplatz: Bei der Begehung des Gartens bemängelte ein Hortmitarbeiter, dass sich auf dem Fußballplatz einbetonierter Kies und große Steine befinden. Um das zu ändern, könnte ein Sportrasen verlegt werden. Der müsste dann aber gepflegt werden, was mit Kosten verbunden sei, so der Rathauschef. Die erste Vorsitzende des Elternbeirates, Melanie Vacca, wünscht sich hingegen einen pflegeleichten Untergrund für den Fußballplatz, bei dem sich die Kinder nicht verletzen können. Iacob kündigte deshalb an, dass er sich erkundigen werde, wie viel ein Kunstrasen kostet. Weiter betonte er, dass er als Bürgermeister und die Stadt Füssen nicht zum Absaugen dieses Rasens aufkommen werden. Um dieses Problem müsste sich Hortleiterin Angelika Schneider kümmern. Als Lösung schlug der Bürgermeister vor „kleineren Kies“ zum Beispiel Rundkies für den Fußballplatz zu verwenden. 

Da es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit herumfliegenden Bällen gegeben hat, die in den Gärten der Nachbarn gelandet sind, wollte ein Kind wissen, ob es möglich sei Fangnetze zu errichten. Zwar könne man am Giebel des Nachbargebäudes ein Netz anbringen, das entlang des Gartenzaunes verlaufe, so Iacob, das müssen die Nachbarn aber zuerst genehmigen. Eine andere Möglichkeit wäre, drei Stangen innerhalb des Gartens zu befestigen und dort ein Netz zum Ein- und Aushängen anzubringen. Dafür bräuchte der Hort auch keine Genehmigung von den Nachbarn, erklärte Iacob. 

Fallschutz: Daneben fehlt es dem Hort an einem sogenannten Fallschutz. Den braucht er aber, wenn die Kinder auf Bäume klettern wollen. Dafür muss ein Radius von 1,5 bis zwei Metern um die betreffenden Bäume freigegraben und beispielsweise mit Rindenmulch aufgeschüttet werden, erklärte der Rathauschef. Dagegen sei Sand nicht als Fallschutz geeignet, meinte Vacca. Denn dann könnten sich Eltern beschweren, dass ihr Kind zu viel Sand an der Kleidung haben.  

Klettergerüst und Schaukel: Doch nicht nur auf Bäume klettern wollen die Kinder. Auch eine Nestschaukel und ein Klettergerüst wünschen sie sich. Doch da sich so viele Kinder auf dem Platz befänden, sei es nicht möglich eine Nestschaukel aufzuhängen, erklärte Iacob. Vacca kritisierte jedoch, dass laut Schneider drei AWO-Mitarbeiter von Mitarbeitern des Bauhofs nach Hause geschickt worden, obwohl sie extra aus Augsburg angereist waren, um das alte Klettergerüst des Hortes am Bauhof abzuholen und im Kinderhort aufzustellen, so Vacca. Und die Kinder wollen das Klettergerüst. Doch das scheint in keinem guten Zustand zu sein. So könne es zwar jetzt noch genutzt werden, so Iacob, doch in rund zwei Jahren wird es kaputt sein.  

Mittagsbetreuung: Seit dem Schuljahr 2014/2015 ist die Mittagsbetreuung in die Grundschule umgezogen. Dennoch nutzt die Mittagsbetreuung noch den Garten, erklärte Schneider. Damit sich das zukünftig ändert, will Iacob mit dem Grundschuldirektor Wolfgang Steurer klären, versprach der Rathauschef. Zudem informierte Iacob, dass sich die Spielhütte, die Brigitte Protschka bestellt hatte, seit Wochen auf dem Bauhof befindet. 

Spende: Anschließend wollten die Versammelten wissen, was mit dem Geld geschehen ist, das die Mittagsbetreuung an die Stadt überwiesen hat. Laut Schneider haben Einrichtungen Geld für die Mittagsbetreuung gesammelt, das dann an die Stadt ging. Nur dort wisse keiner, wo das Geld ist, erklärte Schneider. Iacob versprach sich darum zu kümmern. 

Am Ende einigten sich die Versammelten darauf, dass Architektin Marion Gold vom Elternbeirat ehrenamtlich einen Plan für das Außengelände erstellen wird.  Sobald es trocken ist, könne dann mit den Arbeiten begonnen werden, versprach Iacob. 

Schlussendlich stellte der Rathauschef klar, dass er sich bemühe für diesen Hort etwas zu tun. Man sollte in Erinnerung behalten, dass er als Bürgermeister  viel Geld umgewälzt und viel Arbeit in den jetzigen Hort gesteckt habe. „Ich arbeite für diese Einrichtung, nicht gegen diese“, meinte Iacob. Letztendlich war das Gespräch aber für alle sehr aufschlussreich und zufriedenstellend, sagte Hortleiterin Schneider. gau

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